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# "Die Höhle der Löwen": Hitziger Bieterkampf um plastikfreie Rasierer
- URL: https://www.viply.de/show/die-hohle-der-lowen-hitziger-bieterkampf-um-plastikfreie-rasierer/
- Published: 2026-10-19T21:15:44.000Z
- Updated: 2026-10-19T21:16:04.000Z
- Description: Bei "Die Höhle der Löwen" entbrennt ein hitziger Bieterkampf um nachhaltige Rasierer. Die Investoren überbieten sich gegenseitig mit großzügigen Angeboten. Auch eine Pizza für die Heißluftfritteuse und eine Bewegungs-App wecken großes Interesse.
- Author: Redaktion
- Tags: TV & Show, #spot

In der aktuellen Folge von "Die Höhle der Löwen" (montags, 20:15 Uhr, VOX und RTL+) zeigen die Investoren gleich zu Beginn die Zähne. Das Start-up Razeco mit nachhaltigen Einweg- und Systemrasierern, die vollständig ohne fossiles Plastik auskommen, weckt großes Interesse. Zumal die Gründer Victor Haisch (27), Ivo Lovric (26) und Louisa Haisch (31) gerade einmal 30.000 Euro für zehn Prozent ihrer Firmenanteile verlangen.

Doch nicht nur die vergleichsweise geringe Investitionssumme überzeugt die Löwen, auch das Produkt kommt hervorragend an. "Ich habe selten so ein sauber entwickeltes Produkt auf den Tisch gelegt bekommen", schwärmt Neu-Löwe Andreas Herb (55). Er ist überzeugt: "Ich glaube, dass der Handel mit offenen Armen auf euch wartet." Herb bietet den Gründern einen Deal zu ihren Konditionen an. Auch Janna Ensthaler (42) will sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und steigt mit einem eigenen Angebot ein.

## Die Löwen im Bieterkampf

Währenddessen stecken Frank Thelen (50) und Judith Williams (54) die Köpfe zusammen und überraschen die Gründer mit einem Angebot, das weit über deren ursprünglicher Forderung liegt: "Wir geben euch 100.000 Euro für 25 Prozent. Wir wollen das richtig groß machen." Herb und Ensthaler reagieren empört und beraten sich nun ebenfalls hinter vorgehaltener Hand. Kurzerhand schließen sie sich zusammen und legen nach: 60.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile, dazu weitere 100.000 Euro als Marketingbudget.

Der Konkurrenzkampf zwischen den Löwen wird immer hitziger, die Stimmen werden lauter. Schließlich setzen die Gründer dem Bieterduell ein Ende. "Wir freuen uns sehr und fühlen uns geehrt", erklären sie, bevor sie ihre Entscheidung verkünden: Der Zuschlag geht an Judith Williams und Frank Thelen.

## Cocktail ohne Mixen

Die nächsten Gründer bringen bereits reichlich Geschäftserfahrung mit: Nicolas Lutz (35) und Maximilian Koeser (37) betreiben drei Gastronomiebetriebe in Köln und haben zudem eine eigene Biermarke auf dem Markt etabliert. Nun wollen sie mit einem fertig gemixten Espresso Martini durchstarten. Für ihre Marke "Kölsche Koks" fordern sie 600.000 Euro und bieten im Gegenzug zehn Prozent der Firmenanteile. Die hohe Bewertung begründen die beiden mit ihren bisherigen Geschäftszahlen: Eine Million Euro Umsatz habe "Kölsche Koks" nach eigenen Angaben bereits erzielt.

Getränkeunternehmer Andreas Herb scheint für das Produkt der ideale Investor zu sein. Bei der Verkostung zeigt er sich jedenfalls angetan: "Der Drink ist top." Lediglich die Shot-Variante in der kleinen Flasche kann ihn nicht überzeugen. Auch Janna Ensthaler lobt den Geschmack: "Ich kann keinen Unterschied zu einem klassisch gemixten Espresso Martini herausschmecken." Trotzdem kommt ein Investment für sie nicht infrage. "Alkohol ist ein Problem, es ist unfassbar schädlich und ich will davon Abstand nehmen", erklärt sie. Ähnlich sieht es Ralf Dümmel (59), der selbst keinen Alkohol trinkt: "Ich bin raus."

Auch bei den übrigen Löwen können die Gründer nicht punkten. Selbst Herb winkt letztlich ab, weil ihm die Konkurrenz auf dem Getränkemarkt zu groß ist. Damit gehen Nicolas Lutz und Maximilian Koeser trotz des Lobes für ihren Espresso Martini leer aus. "Schade, Leute", kommentieren sie den geplatzten Deal zum Abschied.

## Geld für Bewegung

Mit Bewegung Geld sparen - das ist die Idee hinter "move2pay", der App, die Karim (49) und seine Tochter Mia Allouche (19) den Löwen vorstellen. Prominente Unterstützung bekommen sie von Fußballtrainer Steffen Baumgart, der als Markenbotschafter für das Unternehmen auftritt und die App gemeinsam mit den Gründern präsentiert. Wer Schritte sammelt, trainiert oder anderweitig körperlich aktiv ist, erhält dafür ein Guthaben, das sich im angeschlossenen Online-Shop bei verschiedenen Partnern als Rabatt einlösen lässt. Für 350.000 Euro bieten die Gründer zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

"Klingt gut", findet Dagmar Wöhrl (72). Doch die Unternehmerin hat eine entscheidende Frage: "Und wie verdient ihr dabei Geld?" Die Antwort: Bei jedem Einkauf fällt eine Servicegebühr von bis zu 6,90 Euro an, deren Höhe vom Einkaufswert abhängt und die der Kunde bezahlen muss. "Das ist aber ein Problem", gibt die zunächst begeisterte Janna Ensthaler zu bedenken. Die Gründer sehen darin offenbar kein Hindernis: Ihren Angaben zufolge gewinnt die App derzeit rund 300 neue Nutzer pro Tag.

Bereits fünf Millionen Euro hat Karim Allouche in die App investiert, bei einem bisherigen Umsatz von gerade einmal 142.000 Euro. "Völlig verrückt, das gebe ich zu", räumt der Gründer selbst ein. Weiteres Kapital sei für ihn allerdings gar nicht das Entscheidende. Vielmehr suche er jemanden, der das Unternehmen richtig groß machen könne.

Damit ist Frank Thelens Ehrgeiz geweckt. "Das Ding kann man groß machen. Ich habe das Wissen, um euer Unternehmen auf 20 Millionen und mehr zu bringen", erklärt der Tech-Investor. Er bietet die gewünschten 350.000 Euro, verlangt dafür allerdings 20 Prozent der Firmenanteile. "Haben wir einen Deal?", fragt er direkt. Doch bevor die Gründer antworten können, meldet sich Janna Ensthaler zu Wort: "Warte, warte, warte!" Während Dagmar Wöhrl aussteigt, um Thelen den Vortritt zu lassen, legt Ensthaler ein Angebot zu denselben Konditionen vor.

Mia würde am liebsten mit Ensthaler zusammenarbeiten. Doch am Ende setzt sich ihr Vater mit seiner Entscheidung durch. "Wir möchten diesen verrückten Weg mit Frank gehen", verkündet Karim. Damit sichert sich Thelen den Zuschlag.

## Pizza für den Airfryer

"stern TV"-Moderator Dieter Könnes (54) wagt sich gemeinsam mit Sternekoch Alexander Wulf (43) und Sommelier Ronny Schreiber (44) ins Fast-Food-Geschäft. Mit "Fryzza" hat das Trio eine Tiefkühlpizza entwickelt, die speziell für die Zubereitung in der Heißluftfritteuse gedacht ist. Das Produkt ist bereits in 700 Märkten von sieben Handelsketten in Deutschland und Österreich erhältlich und hat in den ersten sechs Monaten mehr als 500.000 Euro Umsatz erzielt. Für das weitere Wachstum suchen die Gründer 350.000 Euro und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile.

"Das ist aber eine teure Pizza", bemerkt Judith Williams mit Blick auf die Bewertung. Auch Janna Ensthaler hat hohe Erwartungen: "Diese Pizza muss aber sehr gut schmecken." Und tatsächlich: Bei der anschließenden Verkostung sind sich die Löwen einig. Die Pizza kommt bei allen hervorragend an.

Besonders Ralf Dümmel und Frank Thelen haben offenbar Appetit auf einen Deal. Die beiden stecken die Köpfe zusammen. "Ich hätte da Bock drauf", sagt Dümmel. "Ich auch", erwidert Thelen. Während sie weiter über ein gemeinsames Angebot beraten, prescht Janna Ensthaler vor und fordert für ihr Investment 20 Prozent der Firmenanteile. Doch Dümmel und Thelen legen als Duo nach, verlangen zusammen allerdings knapp 30 Prozent. Die Entscheidung fällt den Gründern nicht leicht. Schließlich verkünden sie: "Wir gehen mit den Jungs!" Damit sichern sich Dümmel und Thelen den Zuschlag.

## Pissoir für Frauen

Lena Olvedi (44) will mit ihrem "Missoir" das Gegenstück zum Männerpissoir etablieren. Das speziell für Frauen entwickelte Urinal soll vor allem in Clubs, Konzerthallen, Stadien und anderen Veranstaltungsstätten zum Einsatz kommen und dort die klassischen Toiletten ergänzen. Für 20 Prozent ihrer Firmenanteile fordert die Gründerin 180.000 Euro. Das Prinzip ist einfach: Die Nutzerinnen gehen in die Hocke und urinieren in eine im Boden eingelassene Schüssel. Eine Wasserspülung ist nicht nötig.

Doch so interessant die Idee zunächst klingt, die Löwen sehen einige Schwachstellen. "Ich habe gerne meine Privatsphäre auf der Toilette", kritisiert Judith Williams die offene Gestaltung des Urinals und steigt aus. Auch Janna Ensthaler ist nicht überzeugt: "Die Idee ist im Grunde gut, aber nicht zu Ende gedacht." Sie bemängelt vor allem, dass das Konzept keine Lösung für das "große Geschäft" bietet. Damit ist auch die zweite Investorin raus. Bei den männlichen Löwen kommt das "Missoir" ebenfalls nicht gut genug an: Ralf Dümmel, Carsten Maschmeyer und Johannes Kliesch winken ab. Lena Olvedi muss die Höhle ohne Deal verlassen.

(ero/obr/spot)