Gordon Ramsays Kochshow: Erstmals deutsche Sternerestaurants im Fokus

Erstmals wird in Gordon Ramsays Dokuserie "Auf Messers Schneide" ein Blick hinter die Kulissen deutscher Spitzenrestaurants geworfen. Zwei Köche aus Berlin und Rheinland-Pfalz stehen im Mittelpunkt.

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Daniel Schimkowitsch im Restaurant "L.A. Jordan" im Einsatz.
Daniel Schimkowitsch im Restaurant "L.A. Jordan" im Einsatz. Foto: Apple/Sophie Mutevelian

Von New York über London bis nach Mexiko-Stadt: In der Dokuserie "Auf Messers Schneide: Die Jagd nach den Michelin-Sternen" sind bereits aufregende Restaurants in aller Herren Länder besucht worden. Nun macht das Format, hinter dem kein Geringerer als der britische Starkoch Gordon Ramsay (59) steht, erstmals in Deutschland Station. In der siebten Folge der zweiten Staffel, die am Freitag, 30. Oktober, bei Apple TV erscheint, stehen gleich zwei deutsche Spitzenrestaurants im Fokus.

Die Kameras des Doku-Formats begleiten Daniel Schimkowitsch (41), Küchenchef des mittlerweile mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants L.A. Jordan in Deidesheim in Rheinland-Pfalz, sowie Maximilian Strohe (44), der gemeinsam mit Restaurantleiterin Ilona Scholl das Sternerestaurant Tulus Lotrek in Berlin-Kreuzberg betreibt. Beide verfolgen in der Serie ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen einen weiteren Michelin-Stern erkochen.

Deutsche Spitzenköche kämpfen um weitere Michelin-Sterne

Für Daniel Schimkowitsch geht es in der Serie um die höchste Auszeichnung, die der berühmte Restaurantführer Guide Michelin vergibt: den dritten Stern. Mit seiner international beeinflussten Küche will er die Tester überzeugen.

In Berlin steht Maximilian Strohe unterdessen für die Kameras vor einer anderen Herausforderung. Sein Restaurant Tulus Lotrek wurde bereits mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Gemeinsam mit Ilona Scholl strebt er den zweiten an. Dabei möchte das Duo jedoch nicht den besonderen Charakter des Restaurants verlieren, das für seine gemütliche Atmosphäre bekannt ist.

Das Konzept von "Auf Messers Schneide"

Anders als bei klassischen Kochshows treten bei "Auf Messers Schneide" keine Hobbyköche in einem Studio gegeneinander an. Stattdessen begleitet die Dokumentarserie echte Restaurants und ihre Teams über einen längeren Zeitraum bei ihrem Kampf um die begehrten Michelin-Sterne.

Diese Sterne gehören zu den wichtigsten Auszeichnungen der internationalen Gastronomie. Vergeben werden sie vom französischen Restaurantführer Guide Michelin. Ein Stern steht für eine Küche von hoher Qualität, zwei Sterne für eine Spitzenküche, die einen Umweg wert ist, und drei Sterne für eine außergewöhnliche Küche, für die sich sogar eine eigene Reise lohnt.

Ob ein Restaurant ausgezeichnet wird, entscheiden unabhängige Tester, die sogenannten Michelin-Inspektoren. Sie besuchen die Lokale anonym, bestellen wie gewöhnliche Gäste und beurteilen unter anderem die Qualität der Zutaten, die Zubereitung und den Geschmack der Gerichte. Die Köche wissen also nicht, wann sie auf dem Prüfstand stehen.

In "Auf Messers Schneide" werden dabei auch Einblicke in die sonst streng abgeschirmte Welt der Michelin-Inspektoren geboten. In Interviews erklären die anonym bleibenden Tester ihre Arbeit und ihre Entscheidungen.

Welche Rolle spielt Gordon Ramsay?

Der wohl bekannteste Name hinter "Auf Messers Schneide" ist Gordon Ramsay. Der britische Starkoch wurde durch Fernsehsendungen wie "Hell's Kitchen", "Kitchen Nightmares" und "MasterChef" weltberühmt. Anders als in diesen Formaten steht er bei "Auf Messers Schneide" allerdings nicht selbst als Moderator im Mittelpunkt.

Stattdessen ist Ramsay als ausführender Produzent beteiligt. Seine Produktionsfirma Studio Ramsay Global verantwortet die Dokumentarserie für Apple TV.

Ramsay selbst hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Michelin-Sterne erhalten. Sein Londoner Flaggschiff-Restaurant Restaurant Gordon Ramsay trägt bereits seit 2001 ununterbrochen drei Sterne. Dass selbst erfahrene Spitzenköche vor den Entscheidungen des Guide Michelin nervös werden, weiß er deshalb nur zu gut.

(lau/spot)