"House of Yang": Mysteryserie aus dem Schwarzwald

Zwei Mädchen verschwinden aus demselben Haus, das eine 1949, das andere 1999. Die sechsteilige SWR-Serie startet am 9. Oktober in der ARD Mediathek und läuft am selben Abend im Ersten.

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Purnima Grätz als Mila in „House of Yang"
Mila (Purnima Grätz) im geheimnisvollen Haus ihrer Familie. Foto: SWR

Ein abgeschiedener Ort im Schwarzwald, ein altes Haus, zwei verschwundene Mädchen: Die Mysteryserie „House of Yang“ startet am Freitag, 9. Oktober 2026, mit allen sechs Folgen in der ARD Mediathek. Das Erste zeigt sie am selben Abend ab 23.55 Uhr.

Das erste Mädchen verschwindet 1949, das zweite 1999. Beide tauchen nie wieder auf. Jahre später kehrt Jessie (Elisa Hofmann) mit ihrer Teenager-Tochter Mila (Purnima Grätz) in das verlassene Haus ihrer deutsch-chinesischen Familie zurück. Sie muss sich nicht nur dem Verkauf ihres Elternhauses stellen, sondern auch dem traumatischsten Erlebnis ihrer Jugend: dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester Isabel. Zu spät begreift sie, welche Gefahr in der Dunkelheit des Hauses auch für sie und Mila lauert.

Elisa Hofmann als Jessie in „House of Yang"
Elisa Hofmann als Jessie. Foto: SWR

Drei Generationen, ein Haus

Die Geschichte der Familie erstreckt sich über drei Generationen. Neben Hofmann und Grätz spielen Linda Chang, Andrea Guo, Vladimir Burlakov, Emma Bading, Ursula Werner, Antonia Bill und Max Woelky. Erfunden und geschrieben hat die Serie Showrunnerin Stefanie Ren, Regie führte Mia Spengler. Ren wuchs als Tochter einer Deutschen und eines Chinesen im Schwarzwald auf, „wo wir immer wieder Rassismus gegenüber uns und unserer Familie erlebt haben“, schreibt sie im Pressematerial des SWR. Das Mystery- und Horrorgenre sei für sie „der direkteste Zugang zu dieser Geschichte“.

Auch Hauptdarstellerin Elisa Hofmann ist nach eigenen Worten zwischen zwei Kulturen groß geworden, der koreanischen und der deutschen. Die Suche nach Zugehörigkeit und der Umgang mit Alltagsrassismus in Jessies Biografie hätten sie deshalb besonders angesprochen.

Emma Bading als Elsa in „House of Yang"
Emma Bading als Elsa. Foto: SWR

Vom Ideenwettbewerb zur Berlinale

Das Konzept gewann den SWR-Ideenwettbewerb „Tief im Südwesten“, ausgeschrieben für die beste Idee zu einer originären, im Südwesten verorteten Serie, und setzte sich dabei gegen 180 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Im Februar 2026 feierte „House of Yang“ Weltpremiere im Berlinale Special – als einzige deutsche Serie im Programm. Produziert hat Wood Water Films in Koproduktion mit dem SWR, gefördert von der MFG Baden-Württemberg.


"House of Yang" ab 9. Oktober

„House of Yang“, sechs Folgen à 30 Minuten, ab Freitag, 9. Oktober 2026, für ein Jahr in der ARD Mediathek; im Ersten am 9. Oktober ab 23.55 Uhr. Mit Elisa Hofmann, Purnima Grätz, Linda Chang und Vladimir Burlakov; Buch Stefanie Ren, Regie Mia Spengler.