Jenke von Wilmsdorff: Experimente mit Sohn Jánik sind ein "Geschenk"

Für sein neues ProSieben-Experiment hat Jenke von Wilmsdorff seinen Spross Jánik mit ins Boot geholt. Der Reporter verrät, dass ihm neben den Versuchen, sein Schlafproblem in den Griff zu kriegen, vor allem die gemeinsame Zeit viel bedeutet hat.

Teilen
Zum Auftakt der neuen "JENKE"-Strecke auf ProSieben testet Jenke von Wilmsdorff zusammen mit Sohn Jánik viele Dinge für eine…
Zum Auftakt der neuen "JENKE"-Strecke auf ProSieben testet Jenke von Wilmsdorff zusammen mit Sohn Jánik viele Dinge für einen besseren Schlaf aus. Foto: Joyn/ProSieben

Für sein neues Experiment hat sich Jenke von Wilmsdorff (60) Verstärkung aus der eigenen Familie geholt: seinen Sohn Jánik. "Jánik und ich hatten schon immer ein sehr schönes und intensives Verhältnis", erzählt der Reporter in einem von ProSieben veröffentlichten Interview. "Wir telefonieren fast jeden oder zumindest jeden zweiten Abend, egal wo ich oder er auf diesem Planeten gerade unterwegs ist."

Aus diesem engen Austausch sei auch der gemeinsame Podcast der beiden entstanden. Jetzt stehen Vater und Sohn zusammen vor der Kamera in "JENKE. Experiment. Schlaflos - Wie uns schlechter Schlaf krank macht" (8. Oktober, 20:15 Uhr, ProSieben und Joyn).

"Unbeschreiblich wertvoll"

Bei den Experimenten hätten beide voneinander profitiert, sagt von Wilmsdorff in einem Interview mit dem Sender. Jeder finde etwas anderes und probiere es aus. "So ergänzen, inspirieren und bereichern wir uns gegenseitig." Für ihn persönlich zählt aber noch etwas anderes: die gemeinsame Zeit mit seinem Sohn. "Das ist unbeschreiblich wertvoll und ein großes Geschenk, für das ich sehr, sehr dankbar bin."

"Erschreckend ähnlich"

Zusammengebracht hat die beiden diesmal ein gemeinsames Problem: Sie schlafen schlecht. "Wie das oft bei Eltern und ihren Kindern ist, ist auch das Schlafen bei uns erschreckend ähnlich", sagt von Wilmsdorff. "Die Genetik gibt auch eine ganze Menge unerwünschter Dinge weiter - offensichtlich auch mein schlechtes Schlafverhalten, mit dem Unterschied, dass Jánik nicht das Problem mit den Atemaussetzern hat."

Beim Vater sind die Werte drastisch: "Alles unter fünf Atemaussetzern in der Stunde ist okay, ich hatte teilweise 84 bis 122 (!)." Entdeckt habe er das erst bei seinem Longevity-Experiment, obwohl ihn der Schlafmangel schon viel länger begleite. "Ich erinnere mich, dass ich schon im Grundschulalter immer übermüdet war und habe das einfach so hingenommen."

Die Folgen beschreibt er so: "Das heißt, ich liege vielleicht zehn Stunden im Bett, aber schlafe tatsächlich nur knappe sieben Stunden und die restliche Zeit sind Wachphasen, die ich nicht bewusst mitbekomme, weil sie so kurz sind."

Die überraschend günstige Lösung

Ein halbes Jahr lang testeten Vater und Sohn Methoden gegen die Schlaflosigkeit. So probierten sie kleine Änderungen im Alltag aus, außerdem eine höhere Bettneigung und vermeintlich schlaffördernde Mittel. Sogar eine Zungenband-OP gehörte dazu. "Wir haben wirklich ALLES ausprobiert", betont von Wilmsdorff.

Heute schlafe er deutlich besser: "Ich habe heute Nacht sehr gut geschlafen, weil ich mittlerweile weiß, was ich tun muss, um gut zu schlafen." Und was kostet guter Schlaf? Die Antwort darauf sei "Gott sei Dank, positiv überraschend: sehr, sehr wenig bis gar nichts".

Es seien am Ende immer die gleichen Basics: "Iss nicht zu spät, ernähre dich gut, geh immer zur selben Zeit ins Bett, betätige dich körperlich, reduziere Stress, achte auf dein soziales Umfeld und finde abends deine Ruhe." Das sei "altes Wissen, das schon unsere Großeltern weitergegeben haben".

Von Lebensmittellügen bis zu den 90ern

"JENKE. Experiment. Schlaflos - Wie uns schlechter Schlaf krank macht" eröffnet die bislang längste Jenke-Strecke des Senders mit insgesamt sieben neuen Episoden am neuen Info-Donnerstag. Nach dem Schlafthema geht es um die Lebensmittellügen und die Frage, wie die Industrie Menschen dazu bringt, immer weiter hochverarbeitete Produkte zu essen. Ein weiterer Film begleitet Auswanderer in der Schweiz, auf Zypern und in Portugal. Für einen Report über ADHS machte das Team zudem einen internen Test, laut von Wilmsdorff mit einem "informativen, erschreckenden, aber auch für uns amüsanten Ergebnis".

Unter dem Motto "JENKE. Zeitreise" blickt der Reporter in zwei Filmen auf die 90er zurück, unter anderem mit Politikern und Stars aus dieser Zeit. Zum Abschluss folgt das "Gute Laune"-Experiment. Dafür testete er zahlreiche Methoden, von Nahrungsergänzungsmitteln über Eisbaden bis zu Lach-Yoga.

Und auch danach geht es weiter: Ende August wurde bekannt, dass Jenke von Wilmsdorff seinen Vertrag mit ProSiebenSat.1 "um mehrere Jahre" verlängert hat. Nach eigener Aussage ist der Hauptgrund, dass die Sendergruppe Journalismus und Information "nach wie vor elementar wichtig" finde.

(ae/spot)