Ulrike Kriener auf der Flucht im ZDF-Roadmovie "Nichts wie weg"

Tamara Romera Ginés spielt die Krankenschwester, die sie aus Versehen entführt. Der Fernsehfilm der Woche steht ab 31. Oktober im ZDF-Streaming und läuft am 9. November um 20.15 Uhr.

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Ulrike Kriener und Tamara Romera Ginés spähen aus einem Versteck hinter Efeu, Szene aus "Nichts wie weg"
Luise Dobertin (Ulrike Kriener, l.) und Anke Bender (Tamara Romera Ginés, r.) befinden sich auf der Flucht. Foto: ZDF/Christine Schroeder

Eine Krankenschwester auf der Flucht, eine Pianistin, die sterben will, und ein alter Pkw: Im ZDF-Fernsehfilm der Woche „Nichts wie weg“ spielt Ulrike Kriener die Konzertpianistin Luise Dobertin, Tamara Romera Ginés die Krankenschwester Anke Bender. Das ZDF zeigt den Film ab Samstag, 31. Oktober, im Streaming und am Montag, 9. November, um 20.15 Uhr im Programm.

Aus Versehen entführt

Anke, die hilfsbereiteste aller Krankenschwestern, soll den Hamburger Gesundheitssenator mit einer falsch eingestellten Infusion auf dem Gewissen haben. Sie flüchtet vor der Polizei – und kidnappt dabei aus Versehen die sterbewillige Luise Dobertin. Die „Geisel“ bietet ihre Hilfe an: Die offenbar etwas demente Pianistin will sich von Anke zur Sterbehilfe in die Schweiz fahren lassen. Weil Anke nicht versteht, dass Luise trotz ihrer Familie sterben will, steuert sie stattdessen Kiel an, wo Luises Tochter Hannah (Katrin Röver) mit ihrer Familie lebt.

Ulrike Kriener auf dem Beifahrersitz, Tamara Romera Ginés am Steuer, Szene aus "Nichts wie weg"
Luise Dobertin (Ulrike Kriener, l.) hat sich auf ihrer Flucht vor dem Leben mit ihrer Entführerin, der Krankenschwester Anke Bender (Tamara Romera Ginés, r.), angefreundet. Foto: ZDF/Christine Schroeder

Unterwegs treffen die beiden auf nette Menschen, den entlaufenen Esel Rosi und überraschend freundliche Verwandte. Auf den Fersen sind ihnen der Polizist Niklas Fenchel (Anton von Lucke) und seine humorlose Chefin Ina Schnittke (Idil Üner). Außerdem spielen Katrin Pollitt, Simon Pearce und Christoph Letkowski mit.

"Ein bisschen zu oft 'Thelma & Louise' gesehen"

Autorin Elke Schuch nennt den Film ein Roadmovie mit allen klassischen Elementen. Sie habe „ein bisschen zu oft ‚Thelma & Louise‘ gesehen“, das habe wohl auf die Geschichte abgefärbt. Zugleich habe sie sich über die Arbeitsbedingungen in der Pflege aufgeregt. Regie führte Sophie Averkamp, produziert hat die Nordfilm GmbH aus Kiel.

Ulrike Kriener im roten Cabrio, vor dem Auto steht ein Esel auf der Landstraße, Szene aus "Nichts wie weg"
Auf ihrer Flucht aus dem Leben trifft Luise Dobertin (Ulrike Kriener) mitten auf der Straße auf einen Esel. Foto: ZDF/Christine Schroeder

Für ihre Rolle war Ulrike Kriener bei der Alzheimer-Gesellschaft München, führte Gespräche mit Ehrenamtlichen und Musikern. Luise gehe es weniger darum, niemandem zur Last zu fallen, sagt sie: Wichtiger sei „ihre unendliche Einsamkeit, als sie spürt, sie verliert die Musik“. Tamara Romera Ginés machte ein Praktikum in der Geriatrie und der Notaufnahme der Alexianer St. Hedwig-Kliniken in Berlin. Am Ende sei der Film „auch eine Geschichte über ungleiche Freundinnen“.


Ab 31. Oktober im Stream, am 9. November im ZDF

„Nichts wie weg“ – ab Samstag, 31. Oktober 2026, 10.00 Uhr, ein Jahr lang im ZDF-Streaming, im ZDF am Montag, 9. November 2026, um 20.15 Uhr. Der Fernsehfilm der Woche nach dem Buch von Elke Schuch, inszeniert von Sophie Averkamp, ist eine Produktion der Nordfilm GmbH und dauert 88 Minuten.