No Angels erzählen ihre Geschichte in der ARD-Doku "Das sind wir"

Drei Folgen ab 14. Oktober in der ARD Mediathek: Zum 25-jährigen Bandjubiläum blicken Nadja, Lucy, Sandy und Jess auf Rekorde, Trennungen, Sucht und eine überfällige Entschuldigung zurück.

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Die vier No Angels in weißen Tops und silbernen Hosen vor einer weißen Wand
Die No Angels zum 25-jährigen Bandjubiläum. Foto: ARD/MDR/Kevin Lauderlein

25 Jahre nach „Popstars“ erzählen die No Angels ihre Geschichte neu. Die dreiteilige Doku-Reihe „No Angels – Das sind wir“ steht ab Mittwoch, 14. Oktober 2026, in der ARD Mediathek. Das Erste zeigt sie am Samstag, 17. Oktober 2026, ab 23.55 Uhr. Ein Jahr lang hat das Filmteam Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls auf dem Weg zu ihrem 25-jährigen Bandjubiläum begleitet – bei Proben, beim Erinnern und in sehr persönlichen Gesprächen.

Nach Angaben der ARD geht es neben der Geschichte der erfolgreichsten deutschen Girlgroup um Identität, Familie, Freundschaft, Mental Health und Selbstbestimmung – und darum, wie aus Teenie-Idolen selbstbestimmte Frauen wurden.

Eine überfällige Entschuldigung

Folge 1, „Wie alles begann“, führt zurück zur Jahrtausendwende: Jury, Recall, Mallorca-Workshop, Bandhaus. Bei einem Bandtreffen folgt eine längst überfällige Entschuldigung für einen der größten Fehler der Bandgeschichte vor 23 Jahren. Folge 2, „Die gefallenen Engel“, erzählt vom Aus auf dem Höhepunkt des Erfolgs 2003 und vom Comeback 2007 ohne Vanessa Petruo, das mit der Frage endet: fünftes Mitglied casten oder zum ESC? Folge 3, „Immer noch Daylight“, reicht vom Gerichtsverfahren um Nadja über ihren Ausstieg bis zu fast zehn Jahren Funkstille. Erst als Lucys Mutter 2020 stirbt, finden die vier wieder zusammen.

Offen spricht Jessica Wahls über ihre Rolle in den Anfangsjahren: „Ich war, was Talent und Technik angeht, einfach die Schlechteste von allen.“ Als sie 2003 schwanger wurde, legten ihr Nadja, Vanessa und Lucy auf Druck von außen den Ausstieg nahe. Die Band hat diese Entscheidung inzwischen offen und kritisch aufgearbeitet.

Nadja Benaissa lächelt im Interview
Nadja Benaissa im Interview für die Doku-Reihe. Foto: ARD/MDR

Sucht, Stimmverlust, Ruhepause

Nadja Benaissa blickt auf Drogensucht, frühe Mutterschaft, ihre HIV-Diagnose und den Prozess zurück, der 2010 mit einer Bewährungsstrafe endete. Heute sagt sie: „Jetzt bin ich seit acht Jahren trocken und clean, in Therapie. Und eigentlich hat mein Leben jetzt erst begonnen, habe ich das Gefühl.“

Lucy Diakovska kämpft mit Stimmverlust, Stimmlippenknötchen und Zysten; jeder Auftritt wird zur Belastungsprobe. Sandy Mölling verordneten die Ärzte während der Jubiläumstour im Mai eine Ruhepause, die Band musste mehrere Konzerte absagen. Zu Wort kommen außerdem Weggefährten wie die früheren „Popstars“-Juroren Simone Angel und Detlef D! Soost.

Lucy Diakovska lächelt in die Kamera
Lucy Diakovska in der Doku-Reihe. Foto: ARD/MDR

Ab 14. Oktober in der ARD Mediathek

„No Angels – Das sind wir“, drei Folgen à 45 Minuten, ab Mittwoch, 14. Oktober 2026, in der ARD Mediathek, dort sieben Jahre verfügbar; im Ersten am Samstag, 17. Oktober 2026, ab 23.55 Uhr. Eine Produktion von Warner Bros. ITVP Deutschland im Auftrag des MDR mit NDR, ARD Kultur, HR, SWR und RBB. Die No Angels gewannen im November 2000 „Popstars“ und wurden Deutschlands erste Castingband; ihre Debütsingle „Daylight in Your Eyes“ stieg im Februar 2001 auf Platz 1 ein.