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# "The One About Matthew Perry": Das verrät die Doku
- URL: https://www.viply.de/show/the-one-about-matthew-perry-das-verrat-die-doku/
- Published: 2026-10-27T13:01:46.000Z
- Updated: 2026-10-27T13:02:04.000Z
- Description: Kurz vor seinem dritten Todestag erscheint eine Netflix-Doku über den verstorbenen "Friends"-Star Matthew Perry. Es ist eine sehr persönliche Dokumentation über seinen Kampf gegen Suchtprobleme und darüber, wie ähnlich er seiner berühmtesten Rolle Chandler war.
- Author: Redaktion
- Tags: TV & Show, #spot

Der überraschende Tod von Matthew Perry (1969-2023) hat die Welt schockiert. Am heutigen Dienstag erscheint die dreiteilige Doku "The One About Matthew Perry" bei Netflix. Sie gibt einen Tag vor dem dritten Todestag des "Friends"-Stars einen sehr persönlichen Einblick in die Welt eines Mannes, der lange mit Suchtproblemen zu kämpfen hatte.

Es geht in der Dokumentation auch darum, wie Perry bekannt wurde, um die tragischen Umstände seines Todes und um das, was der Schauspieler hinterlässt. Seine berühmten Kolleginnen und Kollegen aus "Friends" nehmen dabei keine größeren Rollen ein. Stattdessen sprechen unter anderem seine Schwester Mia und andere Freunde des Verstorbenen. Dies sind einige der größten Themen und Enthüllungen aus der Dokuserie.

## Perrys Probleme mit Schmerzmitteln begannen nach einem Unfall

Matthew Perry starb primär an den "akuten Auswirkungen" von Ketamin, wie die Gerichtsmedizin damals feststellte. Schon in [einem Trailer zu "The One About Matthew Perry](https://www.youtube.com/watch?v=%5FiM1AOFxoDI)" wurde vor wenigen Wochen öffentlich, dass er demnach insgesamt rund sieben Millionen Dollar ausgab, um nüchtern zu werden.

Seine großen Suchtprobleme mit Schmerzmitteln sind offenbar auf einen Unfall zurückzuführen. Perry war 1997 in der Komödie "Fools Rush In - Herz über Kopf" zu sehen. Während einer Drehpause am Lake Mead in den USA verletzte sich der Schauspieler, als er mit einem Jetski herumfuhr, erinnert sich Doug Draizin. "Wer weiß, was passiert wäre, wenn dieser Unfall nicht geschehen wäre", erzählt der Filmproduzent. "Ich hatte keine Ahnung, was vor sich ging", ist Perry in einem Audio-Clip zu hören. Ein Arzt habe ihm eine Pille gegeben und gesagt: "Nimm das, wenn du mit den Dreharbeiten fertig bist." Das habe Perry auch getan und seinen eigenen Worten nach eine "unglaubliche Euphorie" verspürt. Daraufhin habe er sich gedacht: "Warum sollte ich also nicht noch mehr davon nehmen?"

## Matthew Perry hatte zweiprozentige Überlebenschance

Rund ein Jahr vor Perrys Tod wurde bekannt, dass er schon 2018 beinahe gestorben wäre. Aufgrund seiner Suchtprobleme hatte er einen Darmdurchbruch. Rund zwei Wochen lang lag er im Koma. "Man gab mir eine Überlebenschance von 2 Prozent für die Nacht", erinnerte sich Perry in enthaltenem Interviewmaterial. Man schloss ihn an ein sogenanntes ECMO-Gerät an, das nur in schwersten Situationen zum Einsatz komme. Fünf Personen seien in jener Nacht vor Ort an solche Geräte angeschlossen gewesen. "Die anderen vier sind gestorben und ich habe es irgendwie geschafft", erzählte er. Seine Schwester Mia bekam damals die Vollmacht, um im schlimmsten Fall über Perry zu entscheiden. Auf der einen Seite habe sie sich gewissermaßen geehrt gefühlt, auf der anderen habe sie enormen Druck verspürt, sagt sie.

## Wie die eigene Hochzeit

Auch während der Drehs für "Friends" war Perry bereits erkrankt. Die Hochzeit seiner Figur Chandler mit Monica, gespielt von Courteney Cox (62), wurde gedreht, als er sich gerade auf einer Art Entzug befand. Die Familie des Schauspielers sei zu den Dreharbeiten gekommen, erzählt seine Schwester Mia. Angesichts des Gesundheitszustands ihres Bruders und der Überzeugung, mit der Perry seine Zeilen vortrug, habe der Dreh eine viel größere Bedeutung gewonnen. "Ist das seine Hochzeit?", hätten sich alle gefragt. "Als Matthew ihr sein Eheversprechen gab, waren die Emotionen in seinen Augen und in seinem gesamten Auftreten so echt."

## Chandler Bing war wie Matthew Perry

Generell war die Rolle des Chandler offenbar sehr viel näher am echten Matthew Perry, als man vielleicht annehmen könnte. In einem Audio-Interview, das in der Doku zu hören ist, spricht er darüber, dass die Figur etwas gewesen sei, "das mir sehr ähnlich war \[...\]. Es ging um einen Typen, der irgendwie versuchte, alle davon abzulenken, wie elend er sich eigentlich ständig fühlte, indem er die ganze Zeit witzig war."

## Schwester sah eine unheilbare Krankheit

Nach einer "Friends"-Reunion, die 2021 veröffentlicht wurde, begann Perrys Schwester die Erkrankung ihres Bruders als "unheilbar" zu betrachten. [Dem Netflix-Portal "Tudum" erklärt Mia](https://www.netflix.com/tudum/articles/the-one-about-matthew-perry-biggest-revelations): "Man kann einen Menschen nicht gleichzeitig lieben und kontrollieren." Sobald sie gelernt habe, sich von dem Gefühl zu befreien, dass es in ihrer Verantwortung läge, ihn am Leben zu erhalten, konnte sie "eine weitaus authentischere Verbindung und Liebe zu ihm aufbauen". Das sei glücklicherweise in den letzten Jahren seines Lebens der Fall gewesen.

Momente in seinem letzten Lebensjahr gehörten offenbar zu seinen glücklichsten. Ende 2022 wurde seine Autobiografie "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing" veröffentlicht. Nach der Veröffentlichung war der Schauspieler "so glücklich, wie wir ihn eigentlich noch nie zuvor erlebt hatten", erinnert sich Mia. Sein ganzes Leben lang habe ihr Bruder versucht, einen sinnbildlichen Berg zu erklimmen. Nach der Veröffentlichung habe er realisiert, dass er es tatsächlich bis auf den Gipfel dieses Berges geschafft hatte.

## Doku ohne die ganz großen "Friends"-Stars

Wohl kaum eine andere Gruppe an Schauspielerinnen und Schauspielern aus einer Serie gilt als so eng befreundet wie die "Friends"-Hauptstars. Auch Jahre nach dem Ende der Serie vermitteln sie öffentlich das Bild einer Freundestruppe, wie es sie in Hollywood nur selten zu geben scheint. Neben Perry gehörten Jennifer Aniston (57), Lisa Kudrow (63), David Schwimmer (59), Matt LeBlanc (59) und Courteney Cox dazu.

Seine berühmten Serienkolleginnen und -kollegen kommen in "The One About Matthew Perry" aber nicht näher zu Wort, auch wenn sie für Interviews angefragt waren. "Ich weiß, dass die 'Friends'-Schauspieler Matthew lieben und um ihn trauern. Wir haben sie gefragt, ob sie mitwirken möchten, doch sie haben sich dagegen entschieden", erklärt die [Doku-Regisseurin Mary Robertson laut "Daily Mail"](https://www.dailymail.com/tvshowbiz/article-16234065/Friends-stars-coffin-wept-documentary-Matthew-Perry.html). Jeder Mensch trauere auf seine eigene Weise und sie könne verstehen, dass jemand das Gefühl haben könnte, "dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um darüber zu sprechen".

Anfang [Oktober sagte ein Insider "Page Six"](https://pagesix.com/2026/10/02/entertainment/why-matthew-perrys-friends-co-stars-are-missing-from-new-netflix-doc/), dass es für Aniston wohl einfach zu schwierig wäre, bei einer solchen Produktion mitzumachen. Sie würde so etwas niemals tun, erklärte eine anonyme Quelle: "Sie wird sich nicht hinsetzen und vor laufender Kamera in Tränen ausbrechen. Sie möchte das Ganze nicht noch einmal durchleben - und das auch noch so öffentlich."

*Bei Sucht- und Drogenproblemen kann in Deutschland die Rufnummer 01806/31 30 31* [*der "Sucht & Drogen Hotline" kontaktiert werden*](https://www.bioeg.de/service/beratungsangebote/sucht-drogen-hotline/)*. Hilfesuchende können laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit täglich zwischen 08:00 und 24:00 Uhr anrufen. Der Anruf aus dem Fest- und Mobilfunknetz kostet 20 Cent.*

(wue/spot)