"Werwölfe": Ex-Geheimagent und Miss Germany gehen auf Lügenjagd

Ein Ex-Geheimagent trifft auf eine Strafverteidigerin, die nach eigenen Worten nie lügt: Die zweite Staffel der ARD-Gameshow "Werwölfe" setzt auf Profis im Menschenlesen. Wer von ihnen im Dorf ein falsches Spiel treibt, bleibt vorerst offen.

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Prominenter Sprecher von "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" ist Schauspieler und Comedian Michael Kessler.
Prominenter Sprecher von "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" ist Schauspieler und Comedian Michael Kessler. Foto: ARD/SWR/BR/ITVJulia Feldhagen

Die zweite Staffel von "Werwölfe - Das Spiel von List und Täuschung" startet. Am heutigen Donnerstag (24. September) erscheinen die ersten vier Folgen der Reality-Gameshow ab 20 Uhr in der ARD Mediathek, im Vorabendprogramm zeigt das Erste ab 18:50 Uhr die Episoden eins und zwei. Dem Sieger oder der Siegerin winken 25.000 Euro.

So funktioniert das Spiel

Zu Beginn bekommt jede Person per Zufall eine geheime Rolle zugewiesen, offiziell behaupten aber alle "Dorfbewohner" zu sein. Nur die "Werwölfe" wissen voneinander. Abends stimmt das Dorf ab, wer gehen muss, und trifft dabei womöglich einen Unschuldigen. Nachts bestimmen die Werwölfe im geheimen Rat ein Opfer, am Morgen verrät ein heruntergelassenes Rollo an der Hütte, wen es getroffen hat.

In sogenannten "Quests" (Aufgaben) können sich die Dorfbewohner Sonderrollen erspielen. Die Werwölfe kennen die Regeln dieser Prüfungen vorab und versuchen, sie zu manipulieren. Genau damit können sie sich aber auch verraten.

Dorfbewohner, Werwölfe und neue Rollenkarten

15 Spielerinnen und Spieler ziehen diesmal in das abgelegene Dorf ein. Mindestens drei von ihnen sind Werwölfe, die unerkannt bleiben und nach und nach die Dorfbewohner aus dem Spiel werfen müssen. Die Dorfbewohner versuchen dagegen, die Werwölfe schnellstmöglich zu enttarnen und aus dem Spiel zu nehmen.

Neben diesen beiden Rollenkarten gibt es in der neuen Staffel zwei weitere. Neu ist der "Wolfshund". Er kann sich auf eine der beiden Seiten schlagen, also ein normaler Dorfbewohner werden oder sich zu den Werwölfen gesellen. Die "Hexe" ist die andere neue und geheime Sonderrolle in Staffel zwei. Sie kann einen von den Werwölfen gefressenen Dorfbewohner einmalig retten.

Lügen mit Methode

Naiv geht bei der zweiten Staffel kaum jemand ins Rennen. Der auffälligste Neuzugang ist Leo Martin (50) aus Berlin. Er arbeitete zehn Jahre lang für den Inlandsgeheimdienst und bewegte sich undercover im Umfeld organisierter Kriminalität. Leo Martin ist dabei nicht einmal sein echter Name, den kenne nur das Finanzamt. Privat verabscheue der heutige Keynote Speaker Lügen, im Spiel sieht er das anders: "Im Spiel ist alles erlaubt - im Zweifel würde ich sogar meinen besten Freund strategisch opfern." Zu Beginn noch nicht ganz so auffallend ist Valentina (29), promovierte Ärztin aus Gießen und Miss Germany 2025. Doch sie hat ihre eigene Formel: "Die beste Lüge besteht aus 90 Prozent Wahrheit."

Alle Spielenden im Überblick:

  • Ali (34): Polizist aus Berlin
  • Inga (50): Hypnose-Coach aus Mönchengladbach
  • Marcus (42): Betriebsprüfer für das Finanzamt aus Coswig
  • Valentina (29): Ärztin und Miss Germany 2025 aus Gießen
  • Sabrina (41): Rechts- und Fachanwältin für Strafrecht aus Frankfurt am Main
  • Freddy (27): Comedian aus Hamburg
  • Leo Martin (50): Ex-Geheimagent aus Berlin
  • Helena (42): Paar- und Sexualtherapeutin aus Lüdinghausen
  • Luzie (32): Politische Kommunikationsberaterin aus Berlin
  • Leo (29): Sportwissenschaftler aus Wolfratshausen
  • Celine (26): Psychologin in der forensischen Psychiatrie aus Hersbruck
  • Ashley Sophie (22): Content Creator und Lehramtsstudentin aus Berlin
  • Gilda (29): Vertrieblerin aus Bielefeld
  • Simon (47): Gedächtnisweltmeister aus München
  • Maike (38): Medium aus Bremen

Michael Kessler erzählt wieder

Als Stimme aus dem Off begleitet erneut Michael Kessler (59) das Geschehen. Vorlage ist das Kartenspiel "Die Werwölfe von Düsterwald" (Original: "Les Loups-Garous de Thiercelieux") von Philippe des Pallières und Hervé Marly. Produziert hat ITV Studios Germany im Auftrag von BR, SWR und WDR, federführend ist der Bayerische Rundfunk.

Staffel eins wurde mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Unterhaltung Reality" sowie mit dem Deutschen Entertainment Award in der Kategorie "Best Adaptation" ausgezeichnet. Und auch Staffel zwei dürfte die Fans nicht enttäuschen, so viel sei schon mal verraten.

Am 1. Oktober folgen in der Mediathek die Episoden fünf bis acht, das Erste zeigt ab 18:50 Uhr die Folgen fünf und sechs. Die letzten vier Episoden gibt es ab dem 8. Oktober nur noch in der ARD Mediathek.

(ili/spot)