Zahlreiche Premieren bei den Emmys: Diese Stars räumten ab

Noch vor der großen Emmy-Gala am 14. September durften zahlreiche Stars erstmals jubeln. David Harbour, Shailene Woodley, Bad Bunny und Sabrina Carpenter gewannen ihren ersten Emmy. Dazu gab es mehrere Rekorde und einen neuen Preis.

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Unter anderem David Harbour und Shailene Woodley haben ihren ersten Emmy bekommen.
Unter anderem David Harbour und Shailene Woodley haben ihren ersten Emmy bekommen. Foto: [M] imago images/AFF-USA/ Starbuck

Die Emmys, der wichtigste US-Fernsehpreis, werden in diesem Jahr an insgesamt drei Abenden vergeben. Während die große Emmy-Gala erst am 14. September live übertragen wird, sind an diesem Wochenende bereits erste Stars und Produktionen ausgezeichnet worden. Dabei gab es gleich mehrere Premieren - unter anderem für "Stranger Things"-Star David Harbour (51), Hollywoodkollegin Shailene Woodley (34) und den puerto-ricanischen Sänger Bad Bunny (32).

Der erste Emmy für mehrere Stars

An den ersten beiden Abenden standen vor allem weniger prominente Kategorien und Auszeichnungen für die Arbeit hinter den Kulissen im Mittelpunkt, darunter Make-up, Kostüme und Reality-TV. Dennoch waren zahlreiche Stars vor Ort, die schon vor der großen Emmy-Gala auf eine Trophäe hoffen durften. Einer von ihnen war David Harbour, den viele Zuschauerinnen und Zuschauer vor allem als Hopper aus der Mystery-Serie "Stranger Things" kennen.

In der Kategorie "Outstanding Supporting Actor In A Limited Or Anthology Series Or Movie" setzte sich der 51-Jährige mit seiner Rolle in "DTF St. Louis" gegen namhafte Konkurrenz wie Jason Bateman (57) und Nick Offerman (56) durch - und gewann damit seinen ersten Emmy.

Auch seine "DTF St. Louis"-Kollegin Linda Cardellini (51) durfte sich freuen. Sie setzte sich unter anderem gegen Dakota Fanning (32) und Laurie Metcalf (71) als beste Nebendarstellerin in einer Mini- oder Anthologie-Serie durch. Für Cardellini war es bereits die vierte Emmy-Nominierung: Zuvor war sie unter anderem für ihre Rollen in "Dead to Me" und "Mad Men" ins Rennen gegangen, jedoch leer ausgegangen.

Für Shailene Woodley klappte es im zweiten Anlauf: Nach ihrer früheren Nominierung für "Big Little Lies" gewann sie nun mit "Paradise" ihren ersten Emmy. Ausgezeichnet wurde sie als bester weiblicher Gaststar in einer Dramaserie. Auch Betty Gilpin (40) feierte eine Premiere. Für ihre Rolle in der Comedy-Horror-Serie "Widow's Bay" erhielt sie als bester weiblicher Gaststar in einer Comedyserie ebenfalls ihren ersten Emmy.

In die Riege der erstmaligen Emmy-Gewinnerinnen reihte sich zudem Octavia Spencer (56) ein. Als Erzählerin von "Lost Women Of Alaska" setzte sich die US-Schauspielerin gegen besonders namhafte Konkurrenz durch, darunter Jodie Foster (63), Werner Herzog (84) und Sir David Attenborough (100).

Bad Bunny mit der Super-Bowl-Halbzeitshow erfolgreich

Bereits am ersten Emmy-Abend gehörte die Super-Bowl-Halbzeitshow von Bad Bunny zu den großen Gewinnern. Das Spektakel, das der Sänger im Februar auf die Bühne gebracht hatte, wurde als "Outstanding Variety Special (Live)" ausgezeichnet und bescherte ihm als Produzent und Performer seinen ersten Emmy. Für Jay-Z (56), der als Executive Producer beteiligt war, war es bereits die dritte Emmy-Trophäe. Insgesamt räumte die Produktion sieben Preise ab - so viele wie keine Super-Bowl-Halbzeitshow zuvor.

Auch Sabrina Carpenter (27) durfte sich erstmals über einen Emmy freuen. Als Produzentin und Performerin gewann die Sängerin mit einem Special der "Muppet Show" in der Kategorie "Outstanding Variety Special (Pre-Recorded)". Sie sei "unglaublich stolz auf die gesamte Muppets-Crew", schrieb Carpenter in einer Instagram-Story. Zu einem Foto mit Kermit und Miss Piggy scherzte sie: "In die Produktion dieses Specials sind jede Menge Liebe, Freude, harte Arbeit und Diva-Zickereien geflossen."

Auch Mariska Hargitay (62), die am 14. September durch die große Emmy-Gala führen wird, durfte sich schon vorab über zwei Trophäen freuen. Ihre Dokumentation "My Mom Jayne" über ihre Mutter, Hollywoodlegende Jayne Mansfield (1933-1967), bescherte der Schauspielerin ihren zweiten und dritten Emmy. Ihre erste Auszeichnung hatte Hargitay 2006 für ihre Hauptrolle in der langjährigen Serie "Law & Order: Special Victims Unit" erhalten.

Weitere Rekorde und eine erstmals vergebene Auszeichnung

Einen besonderen Rekord baute unterdessen Julie Andrews (90) aus. Die Schauspielerin, die nicht persönlich anwesend war, gewann wie schon im Vorjahr für ihre Rolle als Lady Whistledown in "Bridgerton" in der Kategorie "Outstanding Character Voice-Over Performance". Andrews gilt damit weiterhin als älteste Schauspielerin, die einen Emmy für eine Performance gewonnen hat. Mit ihrer insgesamt vierten Trophäe schraubte sie ihre eigene Altersbestmarke noch einmal um ein Jahr nach oben.

Für einen bewegenden Moment sorgte zudem eine posthume Auszeichnung für Rob Reiner (1947-2025). Rund neun Monate nach seinem Tod wurde der Schauspieler und Regisseur als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie für "The Bear" geehrt. Auch damit schrieb er Emmy-Geschichte: Seinen dritten Emmy erhielt Reiner 48 Jahre nach seinem zweiten - eine längere Zeitspanne zwischen zwei Emmy-Schauspielsiegen gab es bislang nicht.

Eine Premiere gab es am Sonntag auch abseits der klassischen Kategorien: Erstmals wurde der "Legacy Award" verliehen. Die neue Auszeichnung würdigt Fernsehsendungen, die das Publikum nachhaltig geprägt haben. Erster Preisträger ist der Sitcom-Klassiker "I Love Lucy", der im Oktober 1951 und damit vor fast 75 Jahren erstmals ausgestrahlt wurde.

(wue/obr/spot)