Champagner lagern

Champagner lagern – das gilt es zu beachten

Wusstest Du schon...

Hollywood zu Gast im Videospiel – Stars treten in die Rollen von Spielfiguren

Champagner ist der Edelste unter den prickelnden Schaumweinen. Sein hoher Preis und seine Exklusivität führen dazu, dass viele Menschen eine Flasche Champager aufbewahren und zu einem ganz besonderen Anlass anbrechen möchten. Doch ist das sinnvoll? Erfahren Sie hier alles über die Voraussetzungen, um Champagner zu lagern.

Käufer hochwertiger Champagner aus Traditionshäusern wie Veuve Cliquot, Moët & Chandon oder Vranken Pommery Monopole legen größten Wert darauf, dass das edle Getränk zum Zeitpunkt des Genusses seinen optimalen Geschmack entfaltet. Ob es sinnvoll ist, den Champagner zu lagern, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Champagner lagern, um den eigenen Geschmack zu treffen

Schätzen Sie Champagner besonders prickelnd und spritzig, dann genießen Sie ihn möglichst schnell nach dem Degorgieren. Nach dem Abtrennen der Hefe hat Champagner seine grundsätzliche Reife abgeschlossen und ist bereits eine echte Gaumenfreude. Denn normale Champagner haben bei Abtrennung der Hefen bereits eine Mindestreifezeit von 15 Monaten genossen. Jahrgangschampagner reifen mindestens 3 Jahre.

Qualitätshäuser geben Ihren Produkten mitunter erheblich mehr Zeit, bevor die Flaschen in den Verkauf gelangen. Die lange Lagerung lässt es in der Flasche zur Autolyse kommen. Die Zersetzung der Hefe unterstützt die Bildung besonders langlebiger und feiner Perlen und gibt ein ausgezeichnetes Aroma.

Entscheiden Sie sich dazu, den Champagner zu lagern, nimmt der Gehalt an Kohlensäure mit der Zeit ab. Gleichzeitig entwickeln sich Aromen intensiver und der Geschmack wird harmonischer und runder. Normale Champagner erreichen ihren geschmacklichen Höhepunkt nach etwa 2 Jahren. Jahrgangschampagner lassen sich dagegen bis zu 10 Jahre lang ausbauen. Besondere Jahrgänge erhalten ihre volle Reife mit feiner Perle, tiefgoldener Farbe und intensivem Aroma manchmal erst nach 30 Jahren.

Je nach Vorliebe kann es sich also lohnen, Champagner zu lagern. Besonders kleine Winzer vermerken das Datum des Degorgierens auf der Flasche. So erhaben Sie die Möglichkeit, den Champagner gezielt zu lagern. Dafür benötigen Sie selbstverständlich die passenden Bedingungen – der Schaumwein ist ein empfindliches Getränk. Im Gemüsefach im Kühlschrank ist Champagner nicht gut aufgehoben.

Ideale Temperaturen, um Champagner zu lagern

Edler Champagner wie von Krug, Mercier oder Riunart benötigt ähnliche Bedingungen, wie die Kalkkeller der Winzer sie bieten. Optimal sind konstante Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. In den Kellern moderner Wohnhäuser sind solche Temperaturen selten. Häufig schwanken die Werte im Jahresverlauf zwischen 10 und 25 Grad Celsius. Ein Weinklimaschrank sorgt für gleichbleibend gute Bedingungen und bietet eine sichere Alternative zum Kellerraum.

Champagner lagern – Gerüche vermeiden

Finden Sie in Ihrem Keller gute Bedingungen, um Wein und Champagner zu lagern, achten Sie auf die Umgebung. Farben und Lacke haben in der Nähe von Dom Pérignon und Laurent-Perrier nichts zu suchen. Die Gerüche dringen durch den Korken und verderben den ungetrübten Genuss nachhaltig. Auch stark riechendes Obst und Gemüse wie Äpfel, Zwiebeln und Lauch sollten Sie nicht in der Nähe der Flaschen aufbewahren.

Feuchtigkeit schadet nicht, 70 Prozent Luftfeuchtigkeit sind perfekt, um den Korken geschmeidig zu halten. Achten Sie darauf, dass kein Schimmel in den Räumen vorhanden ist, in denen Sie Champagner lagern möchten. Der Schimmel beschädigt nicht nur die Etiketten, er kann auch den Flascheninhalt verderben.

Champagner dunkel lagern

Neben großen Temperaturschwankungen ist Licht der größte Feind des Champagners. Nicht nur die UV-Anteile in normalem Tageslicht setzen dem edlen Getränk zu. Auch Neonröhren verursachen den unerwünschten Lichtgeschmack. Schützen Sie daher Ihre Schätze von Taittinger, Thiénot oder Louis Rœderer vor jeder unnötigen Beleuchtung. Licht kann den exzellenten Geschmack innerhalb weniger Tage unsauber werden lassen. Ist das bei Ihrem Champagner geschehen, entsorgen Sie die Flaschen nicht gleich. Gute Champagner erholen sich häufig von den schädlichen Lichteinflüssen, wenn Sie ihnen unter besten Bedingungen ausreichend Zeit gewähren.

Jahrhundertelang galt die Regel, dass Wein und Champagner liegend gelagert werden müssen. Der Kontakt zwischen Verschluss und Flüssigkeit hält den Kork weich und geschmeidig. So bleibt die Flasche dicht verschlossen. Es kann nur wenig Kohlensäure entweichen und der Champagner reagiert nicht mit dem Sauerstoff der Luft. Mittlerweile hat sich die stehende oder liegende Lagerung von Champagner zu einer Gretchenfrage entwickelt, über die Experten streiten.

Forscher der ältesten Weinhochschule Deutschlands haben sich in zahlreichen Tests dieser Frage gewidmet. Die Fachleute der Forschungsanstalt Geisenheim kommen zu dem Schluss, dass Champagner besser stehend gelagert wird. Anscheinend sorgt der Kohlensäuregehalt des Champagners für eine hohe Luftfeuchtigkeit im Hals der Flasche. Damit bleibt der Korken ausreichend feucht, wenn Sie den Champagner stehend lagern.

Tatsächlich beurteilten die Tester den Champagner aus stehend gelagerten Flaschen als reiner im Geschmack. Das lässt den Schluss zu, dass Sie Champager lagern können, wie Sie möchten. Allerdings scheint liegend aufbewahrter Champagner leichter einen gewissen Korkgeschmack zu entwickeln.

Ist es sinnvoll, Champagner zu lagern?

Champagner ist zum Trinken da. Warten Sie bei normalen Flaschen nicht auf den ganz besonderen Moment, sondern feiern Sie die Feste, wie sie fallen. Eine Flasche Champagner macht aus einem schönen Ereignis einen unvergesslichen Moment. Bereits kleine Fehler bei der Lagerung können den Genuss verderben. Daher lagern Sie nur besondere Jahrgänge und sorgen Sie für beste Bedingungen.

Foto: Adobe / caftor

Teile diesen Artikel
 

Das wird Dich auch interessieren

Die 10 besten Filme, die auf Videospielen basieren

Hinter den Kulissen: Der Überlebenskampf der der C-Promis

Designerschuhe – die besten Luxusmarken erkunden

Was sagst Du dazu?