Gut bei Stimme durch den Herbst: So bleibt die Stimme gesund

Heizungsluft, Erkältungen, lange Telefonate: Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich Heiserkeit vorbeugen.

Teilen
Frau in eine Decke gehüllt mit Mütze und Tasse
Foto: Marina Piano / Unsplash

Im Herbst hat die Stimme es schwer. Draußen wird es kalt und feucht, drinnen läuft die Heizung, und die ersten Erkältungen machen die Runde. Wer viel spricht, im Job am Telefon, im Klassenzimmer oder im Meeting, merkt das oft schon nach wenigen Tagen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich vorbeugen.

Warum die Stimme im Herbst leidet

Die Stimmlippen im Kehlkopf schwingen beim Sprechen viele Male in der Sekunde. Damit das reibungslos funktioniert, brauchen sie eine feuchte Schleimhaut. Trockene Heizungsluft entzieht ihr genau diese Feuchtigkeit. Die Folge sind ein kratziges Gefühl, häufiges Räuspern und eine Stimme, die schneller ermüdet.

Trinken und lüften

Das einfachste Mittel ist zugleich das wirksamste: ausreichend trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee, über den Tag verteilt. In beheizten Räumen hilft regelmäßiges Stoßlüften. Eine Schale Wasser auf der Heizung oder ein Luftbefeuchter kann die Luft zusätzlich verbessern. Als angenehm gilt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent, ein einfaches Hygrometer zeigt, wo man steht.

Räuspern und Flüstern vermeiden

Wer ständig das Gefühl hat, sich räuspern zu müssen, sollte es lieber mit Schlucken versuchen. Räuspern reizt die Stimmlippen zusätzlich. Auch Flüstern ist keine Schonung, wie viele glauben. Es kann die Stimme sogar anstrengen. Besser ist es, leise, aber mit normaler Stimme zu sprechen oder bei Heiserkeit ganz zu schweigen.

Eine Stimme mit großem Namen

Wie wichtig die Stimme ist, zeigt schon ihr lateinischer Name: „vox“. Er steckt in vielen Wörtern, die uns täglich begegnen. Die Vokale, die wir beim Sprechen bilden, sind nach ihr benannt, ebenso die Redewendung „vox populi“, die Stimme des Volkes. Auch Medien und Marken nutzen den kurzen, klangvollen Namen gern, vom Fernsehsender VOX bis zur Unterhaltungsmarke Voxcasino. Wer „Vox“ heißt, will gehört werden.

Kleine Übungen für den Alltag

Vor einem langen Gespräch oder einem Vortrag hilft es, die Stimme aufzuwärmen. Summen mit geschlossenen Lippen, ein paar Mal sanft gähnen, die Schultern lockern: Das dauert zwei Minuten und entspannt den ganzen Sprechapparat. Wer viel spricht, sollte außerdem kleine Pausen einlegen und zwischendurch einen Schluck trinken.

Wann der Arzt gefragt ist

Eine Heiserkeit bei Erkältung vergeht meist nach einigen Tagen von selbst. Hält sie länger als drei Wochen an, sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt nachsehen. Das gilt auch, wenn Schmerzen beim Schlucken oder Atemnot hinzukommen. Für alle anderen gilt: gut trinken, gut lüften und der Stimme ab und zu eine Pause gönnen. Dann kommt sie gut durch den Herbst.