Junggesellenabschied: Ein bisschen „Hangover“ muss schon sein

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Dass Amerika die europäische Kultur beeinflusst, ist kein Geheimnis – und so macht das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch vor einem Junggesellenabschied in Deutschland nicht Halt. Das Bild und die Vorstellung dessen, wie die letzte große Party vor der Hochzeit abzulaufen hat, ist stark von Hollywood beeinflusst.

Filmklassiker wie „Very Bad Things“, „The Bachelor Weekend“ oder der Junggesellenabschied-Film schlechthin „Hangover“ haben dafür gesorgt, dass für viele der Polterabend längst nicht mehr nur aus lustigen Kostümen und ein paar Bieren besteht, sondern zu einem regelrechten Event mutiert – oft in einer anderen Stadt, mit zahlreichen spannenden Aktivitäten und gern auch länger als nur einen Tag. Mindestens ein Wochenende darf es schon sein.

Zu beobachten ist dabei ein Hangover-Effekt – so nennen es Experten, die sich damit beschäftigen, wie sich Junggesellenabschiede durch den Einfluss von Hollywood verändert haben. In dem Streifen aus dem Jahr 2009 machen sich vier Freunde – darunter der künftige Bräutigam – zwei Tage vor der Hochzeit zum Junggesellenabschied ins Spieler- und Glitzerparadies Las Vegas auf. Die Feier verläuft feucht und fröhlich – und am nächsten Morgen brummt der Kopf. Nicht nur die Erinnerung ist allerdings flöten gegangen, sondern auch der Bräutigam. In der Folge geht es nicht nur darum, diesen wiederzufinden, sondern auch zu erfahren, was eigentlich in der Nacht zuvor – im Rausche des Alkohols – vorgefallen ist.

Junggesellenabschied: Von der Hochzeit im Suff

Selbst wenn bei Polterabenden in der Realität zwar viel getrunken wird, so fällt doch der Filmriss in den allermeisten Fällen nicht ganz so extrem aus wie einst im Film. Trotzdem lässt sich der Einfluss von „Hangover“ nicht wegdiskutieren. So manche Männergruppe, die bei ihrem Junggesellenabschied Prag unsicher macht, setzt dabei sogar gezielt auf einen Hangover-Programmpunkt, wie ihn der auf Junggesellenabschied-Reisen spezialisierte Dienstleister Pissup anbietet. Beim sogenannten Hangover-Streich gesellt sich plötzlich eine hübsche junge Dame auf der Rückfahrt zum Flughafen zur Reisegruppe hinzu und gibt vor, am Abend zuvor den Bräutigam geheiratet zu haben – und nun natürlich mit ihm in dessen Heimat mitkommen zu wollen.

Auch bei der Auswahl der Aktivitäten orientieren sich viele Männergruppen an filmischen Vorbildern. Ein Besuch im Casino gehört – dank der entsprechenden Las-Vegas-Abenteuer in den einschlägigen Streifen – für einen Großteil der Junggesellenabschied-Feiernden ebenso fest zum Programm dazu wie eine Fahrt in einer Stretchlimousine und eine ausgelassene Party in einem Nacht- und in einem Stripclub. Und selbst Horror-Schinken wie der Folter-Klassiker „Hostel 3“, in dem die Teilnehmer eines Junggesellenabschieds für einen Ritualmord auserkoren wurden, beeinflussen die Wahl der Aktivitäten: So gehören gerade in Osteuropa Szenarien, in denen der Junggeselle in eine Stresssituation mit gespielter Folter gebracht wird, oder Angebote wie Escape Rooms fast schon zum Pflichtprogramm.

Das Showbiz feiert seine eigene Party

Interessant ist zu beobachten, dass Hollywood beim Thema Junggesellenabschied am Ende wiederum sich selbst beeinflusst – Mediensoziologen würden von einer Art Selbstreferentialität sprechen. Die Filmfabrik zeigt nämlich nicht nur den Zuschauern auf, wie sie ihre voreheliche Party zu feiern haben – sondern die Akteure des amerikanischen Showbiz greifen dieses künstlich geprägte Bild des Junggesellenabschieds in ihren eigenen Leben wieder auf und transferieren es selbst in die Wirklichkeit. Zum Beispiel der Rapper, Produzent und Schauspieler Kanye West und seine Frau Kim Kardashian: Kurz nach ihrer eigenen Hochzeit feierten sie den Junggesellenabschied und die Hochzeit von Wests Stylisten in Prag – natürlich in guter alter Partytradition, wie sie Hollywood nicht besser hätte erzählen können.

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