Die Schönheitsideale von früher

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Schöne Frau

Schönheit für jedermann: Schönheitschirurgin Frau Dr. Pohl in Hannover

Wer hat das nicht schon miterlebt: Was letztes Jahr noch der letzte Schrei war, ist heute schon Schnee von gestern. Die Welt der Mode und Schönheitsideale verändert sich so schnell, dass es manchmal schwerfällt, mitzuhalten. Dass dies nicht etwa ein Phänomen unserer Neuzeit ist, wird klar, wenn man auf die letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte blickt.

Auch damals folgten Frauen und Männer bestimmten Beauty-Trends, die sogar heutzutage immer mal wieder auftauchen. Welche das genau sind, steht hier.

Das Mittelalterliche Europa

Einen durchtrainierten Körper und vor allem flache, definierte Bauchmuskeln zu haben ist heute das Schönheitsideal für Männer und Frauen. Das war aber nicht immer so: Im Mittelalter wurden besonders Frauen als attraktiv empfunden, wenn sie einen rundlichen Bauch und weibliche Kurven hatten. Auch ein sehr rundes Gesicht galt als extrem schön.

Dieses Ideal wurde von vielen bekannten Malern wie Leonardo da Vinci dokumentiert: Sein berühmtes Portrait der Mona Lisa, das er Anfang des 16. Jahrhunderts malte, kann man heute im Louvre Museum in Paris bewundern. Das Bild zeigt eine schüchterne Frau mit dunklem Haar, blasser Haut und rundlichen Wangen. Wenn es um die Kleidung ging, waren Gewänder im frühen Mittelalter noch sehr weit und großzügig geschnitten. Erst später wurden Kleider geschneidert, die die weibliche Figur mit Dekolleté und die männliche Figur mit Schulterpolstern betonen sollten.

Das Viktorianische Zeitalter

Während man ein blasses Gesicht heute mit Müdigkeit und Krankheit in Verbindung bringt, wurde es im 19. Jahrhundert mit Wohlstand und Schönheit gleichgesetzt. Tatsächlich nutzten viele Frauen ein weißes Pulver, das aus Stärke bestand, um eine noch hellere Haut zu erhalten. Da Wangenrouge oder Lippenstift als verpönt galt und nur „bestimmten Damen“ vorbehalten war, kniff man sich in Wangen und Lippen, um die Blutzufuhr anzuregen.

In Sachen Kleidung trugen Frauen aus der Oberschicht sehr unbequeme Korsagen, die ihre Taille betonen sollten. Das damalige Schönheitsideal kann man in Filmen wie „Stolz und Vorurteil“ und „Sinn und Sinnlichkeit“ beobachten, die auf den Büchern von Jane Austen basieren. Diese sind übrigens auch sehr lesenswert: Die Autorin ist bekannt für ihren unterhaltsamen Erzählstil und cleveren Gebrauch von Metaphern, wenn es um die Beschreibung ihrer Charaktere geht. Zum Beispiel vergleicht sie diese mit Kartenspielen oder Lotterietickets.

Anbruch einer neuen Ära

Aus der ersten Frauenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden die neuen Schönheitsideale der goldenen 20er. Statt langen Haaren wie zu Zeiten von Marie Antoinette, trugen Frauen nun Kurzhaarschnitte und kurze Cocktailkleider. Enge Korsetts und Mieder wurden von bequemer Unterwäsche ersetzt. Als besonders schön empfand man sehr dünn gezupfte Augenbrauen, die in den 30er Jahren zu großen Bogen geformt wurden. Während zu dieser Zeit knabenhafte Figuren zelebriert wurden, wendete sich das Blatt in den 50er Jahren: Pinup-Models und kurvige Schauspielerinnen wie Marylin Monroe schafften ein neues Schönheitsideal, das Frauen nun anstrebten. Viele von ihnen fingen an, sich die Haare mit Wasserstoffperoxid zu blondieren und griffen zu rotem Lippenstift und Eyeliner. Was in den letzten Jahrzehnten als zu viel Make-up galt, war nun der Standard. Das Männerideal orientierte sich dabei an Vorbildern wie James Dean und Marlon Brando.

Flower-Power und die Jahrtausendwende

Während sich viele Frauen durch das extrem feminine Schönheitsideal der 50er und 60er Jahre noch eingeschränkt fühlten, konnten sie in den 70er Jahren regelrecht aufatmen. Die Flower-Power-Bewegung machte es möglich: Viele weigerten sich BHs unter ihrer Kleidung zu tragen oder sich zu schminken. Die Haare waren meist lang und ungestylt und Hosen gehörten nun bei beiden Geschlechtern in den Kleiderschrank. Die Mode von damals taucht auch heute immer wieder in neuen Interpretationen auf.

So wie sich Trends eben entwickeln, überrascht es nicht, dass die Natürlichkeit der 70er Jahre in den 80ern wieder aufgehoben wurde: Grelle Lippenstifte, Lidschatten und Dauerwellen waren voll angesagt. Die 90er Jahre zähmten diese schrillen Trends und die schmal gezupften Augenbrauen der 20er Jahre kamen wieder zum Vorschein. Nach der Jahrtausendwende bis heute entwickelten sich verschiedene Beauty-Trends parallel zueinander. Manche setzen heutzutage zum Beispiel auf natürliche Schönheit, während sich andere Frauen dem Gesichts-Contouring verschrieben haben.

Foto: Adobe / evgeniyasht19

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