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Spike Lee will die Oscars boykottieren

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Am Montag haben die USA den Martin-Luther-King-Day begangen. Und Star-Regisseur Spike Lee (58, „Summer of Sam“) hat den symbolträchtigen Gedenktag dazu genutzt, ein Ausrufezeichen zu setzen. Er und seine Frau Tonya Lewis Lee wollen die Oscar-Verleihung boykottieren, erklärte Lee auf Instagram. Als Grund nannte er die Auswahl der Nominierten: „Wie ist es möglich, dass im zweiten Jahr in Folge alle 20 Anwärter in den Schauspieler-Kategorien weiß sind? Von den anderen Kategorien ganz zu schweigen?“

Lees Absage hat besonderes Gewicht. Erst im November war ihm ein „Honorary Award“, ein Ehrenoscar zugesprochen worden. Der 58-Jährige stellte allerdings auch klar: Das Hauptproblem liegt seiner Ansicht nach nicht beim Oscar-Komitee, sondern in den Büros der Studiobosse in Hollywood. Hier sorgten „Gatekeeper“ dafür, dass bestimmte Schauspieler, Themen oder Filme keine Chance bekämen. „Die Wahrheit ist, dass wir in diesen Räumen nicht vertreten sind. Bis Minderheiten es dorthin schaffen, werden die Oscar-Nominierten blütenweiß bleiben“, erklärte Lee.

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Bereits am Sonntag hatte Schauspielerin Jada Pinkett Smith (44, „Collateral“) öffentlich einen Oscar-Boykott angedroht. Auch sie rügte die Absenz von afroamerikanischen Mimen auf den Nominiertenlisten: „Bei den Oscars dürfen wir immer gerne die Trophäen überreichen und die Leute unterhalten. Aber unsere künstlerischen Leistungen werden selten anerkannt“, schrieb Will Smiths Gattin auf Facebook.

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