Ben Stiller
Frühes Leben und Karrierebeginn
Ben Stiller, geboren am 30. November 1965 in New York, ist der Sohn des Komikerpaars Jerry Stiller und Anne Meara und wuchs damit im Geschäft auf. Nach eigenen Kurzfilmen und einer kurzlebigen Sketchshow für MTV und Fox wurde er in den Neunzigern zu einem der prägenden Komödiendarsteller Hollywoods - "Verrückt nach Mary", "Meine Braut, ihr Vater und ich", "Zoolander", "Tropic Thunder" und die "Nachts im Museum"-Reihe stammen alle aus diesen Jahren.
Der Flop, der alles infrage stellte
Dass eine Fortsetzung nicht funktioniert, hat er härter erlebt als die meisten. Bei "Zoolander 2", bei dem er Regie führte, das Drehbuch mitschrieb und die Hauptrolle spielte, rechnete er mit einem sicheren Erfolg. Im Podcast "Fail Better" sagte er: "Ich ging davon aus, dass alle es wollen." Der Misserfolg von 2016 brachte ihn dazu, seine gesamte Laufbahn infrage zu stellen - und leitete eine lange Pause vor der Kamera ein.
Die Rückkehr
Nach sieben Jahren ohne Filmrolle kehrte er mit "Nutcrackers" zurück, der Geschichte eines Workaholics, der aufs Land zieht, um sich um vier verwaiste Neffen zu kümmern. Der Film sei "ohne Zynismus und Bösartigkeit" entstanden, sagte Stiller beim Festival in Toronto; genau das habe ihn zurückgeholt. Es folgten die Komödie "The Dink" und mit "Focker In-Law" der vierte Teil der "Meet the Parents"-Reihe, wieder an der Seite von Robert De Niro und diesmal mit Ariana Grande. Über die Neuzugängin sagte er "E! News": "Es ist überraschend, wie gut sie sich eingelebt hat. Sie ist ein echter Profi."
Regie und Haltung
Sein größter Erfolg der vergangenen Jahre entstand hinter der Kamera: Als Regisseur und Produzent der Serie "Severance" prägte er einen Ton, den man von einem Komödiendarsteller nicht erwartet hätte. Politisch hält er sich nicht heraus. 2022 reiste er als Sondergesandter des UN-Flüchtlingswerks nach Polen, um ukrainische Geflüchtete zu treffen; Russland verhängte daraufhin ein Einreiseverbot gegen ihn.
Ein Erbe ohne ihn
Manche seiner Stoffe laufen inzwischen ohne ihn weiter. "Nachts im Museum", dessen erste drei Filme er trug, bekommt bei 20th Century Studios eine neue Fassung - mit neuem Drehbuch, neuer Besetzung und neuen Produzenten. Nach dem Nachtwächter Larry Daley, der Stiller ein Jahrzehnt lang begleitete, sucht die Reihe ein anderes Gesicht.
Privatleben
Mit der Schauspielerin Christine Taylor hat Stiller zwei Kinder, Ella und Quinlin. Nach der Trennung 2017 fanden beide während der Pandemie wieder zusammen. Der "New York Times" erklärte er, was die Jahre dazwischen für ihn waren: "Als wir uns trennten, ging es darum, Raum zu haben, um zu sehen, wie unsere Beziehung war. Es waren drei oder vier Jahre, in denen wir nicht zusammen waren, aber wir waren immer miteinander verbunden."
Portraitfoto von Ben Stiller oben: Kathy Hutchins / Shutterstock