Charli Howards Familie wollte nicht, dass sie Model wird.
Die 28-Jährige, die mit 13 Jahren an einer Essstörung litt, bewunderte als Teenager die dünnen und glamourösen Catwalk-Models der 1990er und wollte um jeden Preis in deren Fußstapfen treten.

Ihre Familie, insbesondere ihr Vater, hatten jedoch etwas dagegen. "Es wurde zu einem riesigen Familienstreit, als ich sagte, ich möchte Model werden", erinnert sich Charli gegenüber dem ‚Stella‘-Magazin. "Wenn ich an mein Zimmer als Teenager zurück denke, da gab es nur Bilder von Models. Ich erinnere mich an ein Bild eines russischen Models, deren Hüftknochen herausstanden und zwischen ihren Beinen gab es eine riesige Lücke." Zu der Zeit verglich sie sich mit prominente Stars wie Kate Moss, Paris Hilton und Lindsay Lohan: "Diese Frauen waren glamourös, dünn, sie hatten Geld, sie hatten Boyfriends. Jemand, der an einer Essstörung leidet, der verbindet dieses Glück mit der Körperfigur. Man denkt sich, ‚Diese strahlenden Gesichter, super-dünnen Frauen, so muss ich selber aussehen."

2015 rechnete sie deshalb mit der Modeindustrie ab. In einem Post auf Facebook, der später viral ging, berichtete sie davon, wie ihr von ihrer Modelagentur wiederholt geraten wurde, dass sie bei einer Körpergröße von 1,77m und einer Kleidergröße von 32-34 abnehmen müsse. "Ich war fertig mit dem Modeln. Mich haben die Folgen nicht interessiert. Diese Nacht, als ich es gepostet habe, riefen mich zwei oder drei Leute an und meinten, ‚Du musst das löschen‘." Inzwischen habe sich einiges getan in der Modewelt, doch nach Charli noch lange nicht genug: "Plus-Size-Models sind jetzt auf Bildern überall und zuvor haben sie gar nicht existiert. Ich wünsche mir dennoch mehr Diversität, aber immerhin begrüßen wir nun Kurven."