Ganz Mister: Fünf Stilregeln, mit denen Männer im Herbst immer gut aussehen
Lieber wenige gute Teile, die zueinander passen, als ein voller Schrank ohne Linie.
Der Herbst ist die schönste Jahreszeit für Männermode. Endlich wieder Schichten, endlich wieder Mantel, Strick und Leder. Gleichzeitig ist er die Jahreszeit, in der am meisten schiefgeht: zu viele Farben, zu weite Schnitte, der falsche Schuh zur richtigen Hose. Dabei braucht es für einen souveränen Auftritt keine volle Garderobe, sondern ein paar Regeln, die immer tragen.
Regel eins: Der Mantel entscheidet
Der Mantel ist das Kleidungsstück, das andere von uns zuerst sehen, oft sogar als einziges. Deshalb lohnt es sich, hier zu investieren. Ein gerade geschnittener Mantel in Camel, Grau oder Marine passt über den Anzug ebenso wie über Jeans und Pullover. Die Länge sollte knapp über dem Knie enden, die Schultern müssen sitzen. Alles andere kann ein Schneider anpassen, die Schultern nicht.
Regel zwei: Passform vor Marke
Ein teures Sakko, das an den Schultern absteht, sieht billiger aus als ein günstiges, das sitzt. Die klassische Faustregel für die Ärmel: Unter dem Sakko sollte etwa ein Zentimeter der Hemdmanschette zu sehen sein. Bei der Hose gilt heute eher weniger als mehr. Ein leichter Knick über dem Schuh oder gar keiner wirkt moderner als Stoff, der sich am Knöchel staut.
Regel drei: Drei Farben reichen
Wer unsicher ist, beschränkt sich auf drei Farben pro Outfit. Eine Grundfarbe wie Grau oder Navy, eine zweite ruhige Farbe wie Beige oder Weiß und höchstens einen Akzent. Der Akzent kann ein Schal sein, eine Mütze, ein Paar Socken. So bleibt der Look ruhig, ohne langweilig zu werden. Im Herbst funktionieren Erdtöne besonders gut: Olivgrün, Rostbraun, Senfgelb.
Regel vier: Die Schuhe machen den Mann
Kaum etwas verrät so viel über Stilgefühl wie die Schuhe. Für den Herbst sind Chelsea Boots die vielseitigste Wahl: Sie passen zur Jeans, zur Chino und im dunklen Leder sogar zum Anzug. Wichtig ist die Pflege. Ein gut gepflegter älterer Schuh schlägt jeden neuen, der nach dem ersten Regen fleckig ist. Imprägnierspray vor dem ersten Tragen, Schuhspanner nach dem Tragen, und die Schuhe halten Jahre.
Regel fünf: Strick statt Sweatshirt
Ein feiner Pullover aus Merinowolle wirkt sofort erwachsener als ein Sweatshirt mit Aufdruck. Er lässt sich über dem Hemd tragen, unter dem Sakko oder allein zur Jeans. Wer Abwechslung sucht, greift zum Rollkragen. Er ersetzt im Herbst die Krawatte und sieht unter einem dunklen Sakko besonders elegant aus.
Das kleine Wort mit großer Wirkung
Warum eigentlich „Mister“? Das kleine Wort steht für eine Haltung: gepflegt, aufmerksam, mit einem Sinn für Details. Kein Wunder, dass so viele Marken es sich in den Namen schreiben, vom Modeportal Mr Porter bis zur Unterhaltungsmarke Mr Bet. Wer „Mister“ sagt, verspricht einen Auftritt mit Stil.
Weniger ist mehr
Am Ende laufen alle fünf Regeln auf eine hinaus: Lieber wenige gute Teile, die zueinander passen, als ein voller Schrank ohne Linie. Ein Mantel, ein Sakko, zwei Pullover, ein Paar Stiefel. Wer diese Basis hat, ist für jeden Herbsttag gerüstet, ob im Büro, beim Abendessen oder beim Spaziergang am Sonntag.