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Internationaler Frauentag 2018: Wissen zum Angeben

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Am 8. März feiert die Welt den Internationalen Frauentag. 2018 ist der Weltfrauentag in Zeiten von „Me Too“-Bewegung und Kampagnen wie „Time’s up“ so beachtet wie selten zuvor. Doch warum gibt es diesen Tag überhaupt? Und was heißt eigentlich Feminismus? Die wichtigsten Fakten und Wissen zum Angeben für den Smalltalk gibt es hier.

Warum gibt es den Internationalen Frauentag?

Die Idee des Internationalen Frauentages stammt von Clara Zetkin (1858 – 1933), einer Ikone der proletarischen Frauenbewegung. Die deutsche Sozialistin schlug auf der Zweiten Sozialistischen Frauenkonferenz am 27. August 1910 in Kopenhagen die Einführung eines solchen Tages vor. In diesem Jahr wird der Weltfrauentag bereits zum 107. Mal begangen.

Doch der Weltfrauentag ist heute ein streitbares Thema. Im Jahr 2010 forderte die deutsche Feministin Alice Schwarzer (75, „Simone de Beauvoir heute – Gespräche aus 10 Jahren“) sogar eine komplette Streichung des Tages: „Schaffen wir ihn also endlich ab, diesen gönnerhaften 8. März! Und machen wir aus dem einen Frauentag im Jahr 365 Tage für Menschen, Frauen wie Männer.“ Der 8. März sei „eine sozialistische Erfindung, die auf einen Streik von tapferen Textilarbeiterinnen zurück geht“. Die „Übernahme des sozialistischen Muttertags als ‚unser Frauentag‘ für Feministinnen“ sei laut Schwarzer „reinster Hohn“.

Was heißt eigentlich Feminismus?

Sucht man im Netz nach einer Begriffserklärung zu Feminismus erhält man folgende Definition: Bei Feminismus handle es sich um „eine Ideologie und gesellschaftliche Bewegung, die die Gleichberechtigung der Frau in allen Lebensbereichen und eine Veränderung der gesellschaftlichen Rolle von Frauen anstrebt“.

In den Anfängen der Frauenbewegungen bildeten sich vor allem zwei verschiedene Grundströmungen heraus: der Differenzfeminismus und der Gleichheitsfeminismus. Während ersterer besagt, dass Männer und Frauen verschieden sind und es darum geht, das jeweils andere zu akzeptieren, geht die zweite Strömung davon aus, dass die Geschlechter im Grunde gleich sind, sie aber von der Gesellschaft zu verschiedenen Rollen erzogen werden.

Weitere Strömungen, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben, sind vielfältig: Radikaler Feminismus, Gynozentrischer Feminismus, Spiritueller Feminismus, Ökofeminismus, Psychoanalytisch orientierter Feminismus, Sozialistischer Feminismus, Anarchistischer Feminismus, Individualfeminismus, Postfeminismus.

Historisch betrachtet wird die Frauenbewegung und somit der „Frauenkampf“ in drei Wellen unterteilt. Die erste Welle, die Mitte des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts datiert wird, setzte sich für das Frauenwahlrecht, Erwerbstätigkeit und das Recht auf Bildung für Frauen ein. Die zweite Welle in den Sechziger Jahren kämpfte unter anderem für sexuelle Selbstbestimmung, das Recht auf Abtreibung sowie Verhütung und gegen feste Frauenbilder. Die dritte Welle in den Neunziger Jahren steht für ein facettenreicheres Bild von „Weiblichkeit“, sexuelle Ausrichtung im Allgemeinen und die neue Rolle des Mannes.

Das Frauenwahlrecht in Deutschland feiert 100. Geburtstag

Das Wahlrecht für Frauen, das vielen heute selbstverständlich erscheint, ist noch gar nicht so alt. In Deutschland feiert das Frauenwahlrecht im Jahr 2018 seinen 100. Geburtstag. Am 12. November 1918 heißt es in einem „Aufruf an das Deutsche Volk“ vom Rat der Volksbeauftragten: „Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen.“ Gesetzlich fixiert wurde das Ganze schließlich am 30. November 1918.

Der Kampf für das Frauenwahlrecht begann bereits im 18. Jahrhundert. Als Vorreiterin gilt die französische Frauenrechtlerin Olympe de Gouges (1748 – 1793). Als große Frauenrechtlerinnen gelten außerdem Louise Otto-Peters (1819 – 1895), Hedwig Dohm (1831 – 1919), Emily Dohm (1872 – 1913), Simone de Beauvoir (1908 – 1986) und Betty Friedan (1921 – 2006). Heutzutage haben sich Judith Butler (62), Mozn Hassan (*1979), Laurie Penny (31) und Margarete Stokowski (*1986) einen Namen als Feministinnen gemacht.

Promis, die heute als Feministinnen gelten

Erst bei der „Vanity Fair“-Oscar-Party zeigte Emma Watson (27) wieder einmal – zwar etwas misslungen, aber trotzdem deutlich – mit einem Tattoo-Statement, dass sie sich ganz dem Feminismus verschrieben hat. Bereits 2014 hielt sie eine viel beachtete Rede für die UN, in der sie über Frauenrechte sprach.

„Ich komme aus Großbritannien und ich finde es richtig, dass ich als Frau genauso bezahlt werde wie meine männlichen Kollegen. Ich denke, es ist richtig, dass ich Entscheidungen über meinen eigenen Körper treffen kann. Ich denke, es ist richtig, dass Frauen meinetwegen in die Politik und die Entscheidungsfindung meines Landes einbezogen werden. Ich denke, es ist richtig, dass ich von der Gesellschaft denselben Respekt wie ein Mann bekomme. Aber leider muss ich sagen, dass es auf der Welt kein Land gibt, in dem Frauen all diese Rechte haben. Kein Land der Welt kann behaupten, dass es die Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht hat“, sagte sie damals in ihrer Rede.

Auch Sängerin Beyoncé (36) gilt als Befürworterin des Feminismus. Das Musikvideo zu ihrem Song „Flawless“ beginnt mit der Einleitung: „Feminist: A person who believes in the social, political and economic equality of sexes.“ Im Interview mit der Zeitschrift „Elle“ erklärte sie dazu: „Ich habe die Definition von Feminist in meinen Song und in meine Tour mit aufgenommen, nicht um Werbung dafür zu machen oder der Welt mitzuteilen, dass ich Feministin bin, sondern um die wahre Bedeutung klar zu stellen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute wissen oder verstanden haben, was ein Feminist ist, obwohl es so einfach ist. Es ist jemand, der an die gleichen Rechte für Männer und Frauen glaubt. Ich verstehe nicht, warum das Wort so negativ besetzt ist oder warum es das gegenteilige Geschlecht ausschließen sollte.“

Taylor Swift (28) schmückte als eine der „Silence Breakers“ das Cover der US-amerikanischen „Times“, als diese die „Me Too“-Bewegung zur Person des Jahres kürte. Gemeinsam mit Ashley Judd (49), Susan Fowler, Adama Iwu und Isabel Pascual stand sie somit für all jene, die 2017 unter dem Hashtag #MeToo sexuelle Übergriffe publik gemacht hatten.

Durch ihre Serie „Girls“ und ihr Buch „Not That Kind Of Girl“ zählt auch Lena Dunham (31) zu den ersten Namen, wenn es um prominente Feministinnen geht. In ihrem regelmäßigen Newsletter „Lenny Letter“ geht es unter anderem um feministische Themen. In einem der ersten Beiträge dafür kam unter anderem Jennifer Lawrence (27) zu Wort, die die Debatte um die „Gender Pay Gap“ in Hollywood ins Rollen brachte.

Dunhams größtes Vorbild in Sachen Feminismus ist ihre Mutter, die Künstlerin Laurie Simmons. Diese erklärte in einem Interview mit „Independent“: „Lena wurde von zwei Feministen erzogen. Ich würde sagen, ihr Vater und ich haben ihre Weltanschauung gleichermaßen beeinflusst. Wir sind an einem Punkt in der Geschichte, an dem ich es in Frage stelle, was es für jemanden bedeutet, wenn er behauptet, kein Feminist zu sein.“

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