Kein WLAN, aber ein Holzofen: So schlicht schläft König Charles in Transsilvanien

In seinem Zimmer im Dorf Zalánpatak steht ein Ofen aus dem 17. Jahrhundert, die Gästezimmer wärmen Kachelöfen – und wenn der König nicht da ist, kann jeder dort übernachten.

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König Charles III. im grauen Anzug schüttelt John Swinney in einem holzgetäfelten Salon des Holyrood Palace die Hand
König Charles III. empfängt Schottlands Regierungschef John Swinney im Holyrood Palace in Edinburgh, Januar 2026. Foto: Scottish Government / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Wenn König Charles III. nach Transsilvanien reist, schläft er in einem Dorf in den rumänischen Karpaten, in einem Zimmer ohne WLAN und ohne Fernseher. Dort steht ein mit Holz befeuerter Ofen aus dem 17. Jahrhundert, dazu ein hölzernes Kastenbett und ein Porträt von Queen Elizabeth II. So beschrieb es die „Washington Post“ im September 2025; das rumänische Portal Spotmedia hat die Passage übernommen.

Das Gästehaus im Zalán-Tal

Das Anwesen liegt in Zalánpatak, rumänisch Valea Zălanului, im Kreis Covasna. Laut der Website des Gästehauses gehört es König Charles; die Einnahmen gehen an seine Stiftung in Rumänien, The Prince of Wales Foundation. Die Familie Kálnoky gründete hier einst eine Glashütte, die es längst nicht mehr gibt. Graf Kálnoky führte Charles auch zu dem Ort: Nach dem Bericht von Spotmedia wanderten die beiden fünf Stunden zu einer Gruppe verfallener Häuser an einem Bach, die ein Vorfahr des Grafen für Glasmacher gebaut hatte. „Genau das, wovon ich geträumt habe“, habe Charles gesagt, erinnert sich Kálnoky.

König Charles nennt Transsilvanien eine Verbindung des Blutes, er stammt von Vlad dem Pfähler ab. Das Dorf Viscri besuchte er als Prinz zum ersten Mal 1998, berichtete die Nachrichtenagentur AFP; seitdem kommt er fast jedes Jahr nach Rumänien. Er habe sich in Rumänien „immer ziemlich zu Hause gefühlt“, zitierte ihn AFP 2023.

Kachelöfen, aber kein Fernseher

Die sieben Doppelzimmer mit eigenem Bad verteilen sich auf drei alte Häuser. Geheizt wird nach Angabe des Gästehauses mit Zentralheizung und/oder mit Holz befeuerten Kachelöfen in den Zimmern. Fernseher und Radio gibt es nicht, im Salon steht ein kleiner CD-Spieler. Die nächsten Dörfer liegen sechs Kilometer entfernt an einer Schotterpiste, die nächste Stadt, Baraolt, 20 Kilometer.

Übernachten kann dort jeder, solange der König nicht da ist. Kommt Charles, schließt das Gästehaus für Besucher, und seine Sicherheitsleute ziehen ein, berichtete Spotmedia. Nach Angaben des „Independent“ von 2023 reist er meist Anfang Juni für etwa eine Woche an. Die Preisseite des Gästehauses nennt 180 bis 195 Euro pro Person und Nacht, mit Vollpension, Ausflügen und Aktivitäten; für welches Jahr die Preise gelten, steht dort nicht.

Kachelofen oder Kaminofen: Was zu Hause passt

Ein Kachelofen wird vom Ofenbauer für das Haus geplant und gesetzt. Ein Grundofen, die ganz gemauerte Form, braucht nach Angabe der Ofenbauer ein bis zwei Stunden zum Aufheizen und gibt danach bis zu zwölf Stunden oder länger Wärme ab. Ein Kaminofen ist ein fertiges Gerät aus Stahl oder Gusseisen, wird schnell warm und will öfter nachgelegt werden. Was beide Bauarten können und kosten, vergleicht der Kaminofen Kompass, ein Angebot aus unserem Haus, auf der Seite Kaminofen oder Kachelofen.

Wer die lange Nachwärme mag, aber keinen Ofen mauern lassen will, findet einen Mittelweg im Speckstein-Kaminofen. Der Stein gibt nach dem Feuer noch Wärme ab; wie lange, belegt allerdings kein Prüfwert. Beim Hersteller TermaTech kostet dasselbe Modell mit Speckstein 750 bis 1.320 Euro mehr als ohne.