Ledertasche von innen reinigen? So funktioniert's

Krümel, Staub, Make-up oder ausgelaufene Flüssigkeiten: Im Inneren einer Handtasche sammelt sich einiges. Mit diesen einfachen Tipps lässt sich das Innenfutter einer Ledertasche reinigen, ohne das empfindliche Material zu beschädigen.

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Handtaschen machen in unserem Alltag einiges mit.
Handtaschen machen in unserem Alltag einiges mit. Foto: Aghavni Shahinyan/iStock via Getty Images

Krümel, Staub, Make-up-Reste oder ausgelaufene Flüssigkeiten: Das Futter einer Handtasche muss im Alltag einiges aushalten. Während eine regelmäßige Pflege den Wert des Lieblingsstücks erhält, zählt bei Unfällen vor allem schnelles Handeln. Damit das empfindliche Leder außen keinen Schaden nimmt, gibt es für jede Situation die passende Methode.

Erst einmal alles ausräumen

Bevor es an die Reinigung geht, sollte die Tasche komplett geleert werden. Auch kleine Innentaschen und Fächer nicht vergessen. Anschließend wird die Tasche vorsichtig ausgeschüttelt, damit Krümel, Staub und andere lose Verschmutzungen herausfallen.

Hartnäckige Fusseln und Staub lassen sich anschließend mit einem Staubsauger entfernen. Dabei am besten eine Polsterdüse verwenden und nur mit geringer Saugkraft arbeiten. Alternativ kann eine weiche Bürste zum Einsatz kommen.

Innenfutter mit einem feuchten Tuch reinigen

Bei einem Innenfutter aus robustem Stoff reicht häufig ein leicht angefeuchtetes Tuch. Das Futter sollte dabei nicht durchnässt werden. Statt die Tasche mit Wasser zu füllen oder komplett auszuwaschen, wird das Tuch nur leicht feucht gemacht und vorsichtig über die verschmutzten Stellen gewischt.

Bei stärkeren Verschmutzungen kann - abhängig vom Material des Futters - ein mildes Reinigungsmittel infrage kommen. Vorher sollte man es jedoch an einer unauffälligen Stelle testen. Hersteller empfehlen generell, die jeweiligen Pflegehinweise der Tasche zu beachten, da sich Materialien und Beschichtungen unterscheiden.

Wichtig: Bei empfindlichen Innenfuttern, etwa aus Seide oder Samt, sollte besonders vorsichtig vorgegangen werden. Hier kann eine professionelle Reinigung sinnvoller sein.

Was tun bei Flecken?

Bei einem frischen Fleck gilt: möglichst schnell reagieren und die Flüssigkeit zunächst vorsichtig abtupfen. Nicht kräftig reiben - dadurch kann sich der Fleck weiter im Gewebe verteilen.

Auch Hausmittel wie Essig oder Natron werden teilweise zur Reinigung beziehungsweise Geruchsbeseitigung empfohlen. Beim Natron ist allerdings Vorsicht geboten: Es sollte nicht einfach großzügig in die Tasche gestreut werden, weil sich die feinen Partikel gerade aus Nähten und schwer zugänglichen Stellen nur schwer vollständig entfernen lassen. Stattdessen empfiehlt sich, eine Schale mit Natron über Nacht in die Tasche zu stellen, wenn unangenehme Gerüche das Problem sind.

Danach muss die Tasche gut trocknen

Nach dem feuchten Auswischen sollte die Tasche vollständig trocknen - am besten offen und bei Raumtemperatur. Direkte Sonne, Heizkörper oder Föhn sind keine gute Idee: Starke Wärme kann Leder und andere Materialien austrocknen oder verändern.

Damit die Tasche während des Trocknens ihre Form behält, kann sie locker mit unbedrucktem Papier ausgestopft werden. Auch bei der späteren Aufbewahrung empfiehlt sich ein luftdurchlässiger Stoffbeutel statt einer Plastiktüte.

Und was ist mit dem Leder außen?

Beim Reinigen des Innenfutters sollte möglichst wenig Feuchtigkeit auf das Leder gelangen. Besonders empfindlich sind Wildleder und Nubuk: Hier sollte Wasser möglichst vermieden werden. Auch bei Glattleder gilt, dass die Tasche nicht durchnässt werden sollte. Welche Reinigung und Pflege geeignet ist, hängt deshalb immer von der jeweiligen Lederart ab.

Bei hochwertigen oder besonders empfindlichen Ledertaschen ist es sinnvoll, zunächst die Pflegehinweise des Herstellers zu prüfen. Geht es um einen starken Fleck, eine ausgelaufene Flüssigkeit oder eine Verfärbung, kann eine professionelle Lederreinigung die bessere Wahl sein.

(ncz/spot)