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Luxus 2.0: Wann ist Mode eigentlich Haute Couture?

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Chanel, Gucci, Armani, Dior – sie alle gehörten und gehören noch zu den größten Modeschöpfern aller Zeiten. Die Kleidung aus ihren Ateliers gilt als das Höchste, was die Schneiderkunst zu bieten hat. Die High-Fashion-Shows in London, Mailand, Paris und New York sprechen für sich. Doch nicht jede aufwendige und teure Kreation ist gleich Haute Couture.

Anders als die in den späten 1950er Jahren etablierte Prêt-à-porter-Mode zeichnet sich Haute Couture (französisch für „gehobene Schneiderei“) für viele durch zweierlei aus: Luxuriöse Materialien und hohe Preise. Das stimmt auch teilweise, doch um seine Mode als Haut Couture bezeichnen zu dürfen, muss ein Modehaus weitaus mehr Kriterien erfüllen.

Das sind die K.O.-Kriterien

Streng genommen dürfen sich nur jene als „Maison de Couture“ bezeichnen, die vom Pariser Modeverband „Chambre Syndicale de la Haute Couture“ diesen Titel verliehen bekommen. Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss ein Modehaus maßgeschneiderte, handgefertigte Unikate anbieten. Die Designer müssen außerdem ein Atelier in Paris führen, in dem mindestens 15 Angestellte arbeiten. Wer jetzt denkt, das war’s schon, der irrt.

Alle Jahre wieder

Für die Haute-Couture-Shows mit Frühjahr/Sommer- und Herbst-Winterkollektionen, müssen die „Grand Couturies“ jede Saison 35 neue Modelle entwerfen und präsentieren. Damit nicht jeder x-beliebige Designer sich um eine Aufnahme in den Elite-Verband bewirbt, gibt es ein weiteres Hindernis: Neulinge müssen von einem Vollmitglied vorgeschlagen werden. Aber auch die alten Hasen müssen sich jedes Jahr erneut bewerben. Kreativ zu sein und teure Stoffe und Accessoires zu verwenden, reicht also bei Weitem nicht.

Juristische Einschränkungen gäbe es da auch noch. Der Begriff „Haute Couture“ ist in Frankreich seit dem Jahr 1945 rechtlich geschützt und das wird sich wohl so schnell auch nicht ändern. Apropos ändern: Ob Haute Couture oder Prêt-à-porter, Mode unterliegt einem ständigen Wandel, wie auch Chanel-Designer Karl Lagerfeld weiß: „Auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“

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