Waldbaden: Was steckt hinter dem Wellnesstrend?

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Waldbaden heißt der Wellnesstrend, der hierzulande immer populärer wird. Von Berlin bis in den Schwarzwald: In zahlreichen Hotels und Kursen können Interessierte bereits „Shinrin-yoku“ erleben. Das Waldbad kommt aus Japan und ist dort schon seit den 80er Jahren beliebt. Wer selbst eintauchen will, braucht keine Badehose, jetzt im Herbst dafür Mütze und Handschuhe.

Was ist Waldbaden?

„Waldbaden bedeutet drei Stunden Entspannung in der Natur“, erklärt Luzia Skala, Spa Assistent Manager im Falkensteiner Hotel Grand MedSpa Marienbad in Westböhmen. „Das Wort Baden“ sei aber schon richtig, auch wenn man nicht ins Wasser gehe. „Wir baden in der Atmosphäre des Waldes. Wenn man sich auf die Sinne konzentriert, die Übungen mitmacht, taucht man in den Wald ein – und damit in sich selbst und die eigene innere Ruhe, die man dort findet“, so Skala, die im Rahmen des Programms „Durchatmen und Auftanken“ Hotelgäste beim Waldbaden anleitet. Bei den Übungen geht es unter anderem darum, in den Wald zu riechen, zu hören und die Natur zu fühlen. Bei einer besonderen Teezeremonie können die Teilnehmer den Wald sogar schmecken.

Was ist der Unterschied zum Spazierengehen?

„Der Unterschied zu einem Spaziergang im Wald ist“, erklärt die Expertin, „dass wir beim Spazierengehen meist schneller unterwegs sind, wir haben ein Ziel. Und auf dieses Ziel richten sich unsere Gedanken oft aus.“ Vieles gehe dadurch an uns vorbei. Bei einem einstündigen Spaziergang legt man etwa vier Kilometer zurück. Beim Waldbaden ist es insgesamt nur ein Zehntel davon. „Man geht sehr langsam. Man setzt sich hin, beobachtet die Natur aus der Nähe. Es geht darum, was der Einzelne sieht, wo er ist und was er gerade macht.“

Für wen ist Waldbaden geeignet?

Die Methode richtet sich an alle, die sich im Alltag gehetzt fühlen, erklärt Luzia Skala weiter. „Die immer den Kopf voller Gedanken haben, morgens bereits darüber nachdenken, was sie abends noch erledigen müssen. Das führt zu Erschöpfung.“ Beim Waldbaden sollen diese Menschen abschalten, entschleunigen, sich von dem Stress lösen. „Hat man das einmal unter Anleitung erlebt, kann man das ganz gut alleine zuhause machen“, verspricht sie. „Für die Übungen braucht man nur sich selbst, man weiß dann, worauf man sich konzentrieren soll, was man machen kann.“ Wichtig sei, dass die Teilnehmer Interesse an der Natur haben und sich auf die Übungen einlassen.

Was bringt Waldbaden?

Neben Stressabbau und Energie tanken gibt es auch Studien, die besagen, dass der Wald das Immunsystem des Menschen positiv beeinflusst. Ein Grund dafür: Bäume kommunizieren untereinander durch sogenannte Terpene, chemische Verbindungen, die die Pflanzen an die Luft abgeben. Für die Menschen sind die Terpene zwar nicht wahrnehmbar, eine gesunde Wirkung sollen sie aber dennoch auf uns haben, vor allem bei einem längeren Aufenthalt in einem Nadelwald.

Zurück zur Natur wird zum Trend

Während das Hotel Grand MedSpa in Marienbad die heilende Wirkung des Waldes im Rahmen eines kombinierten Programms aus klassischen Kur-Anwendungen und modernen Entspannungsmethoden nutzt, lässt sich das Waldbaden selbst an zahlreichen Orten erleben. Auf Usedom gibt es einen Kur- und Heilwald, in dem über „Shinrin-yoku“ der Stress abgeschüttelt werden kann. In vielen Regionen Deutschlands können Erholungsbedürftige über Hotels oder andere Anbieter Kurse mit geschultem Personal buchen. Wer lieber alleine loszieht, sollte vor allem langsam unterwegs sein und sich auf seine Sinne konzentrieren: Bei geschlossenen Augen die Geräusche und Gerüche des Waldes wahrzunehmen, ist eine der wichtigen Übungen des Waldbadens.

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