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Was sind Chronotypen? So lebt man nach der eigenen inneren Uhr

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Dir Uhr tickt und das nicht nur in unserem hektischen Alltag. Unsere innere Uhr sorgt dafür, dass wir unser Leben auf die Reihe bekommen, naja, zumindest versucht sie es. Denn in einer Welt, in der uns die Smartwatch sagt, wie viele Schritte wir noch zu gehen haben und der knallvolle Terminkalender kaum Zeit zum Durchatmen lässt, sind wir quasi „dauergejetlagt“. Dabei müssten wir einfach nur auf unseren inneren Bären, Wolf, Löwen oder Delfin hören.

Würden wir mehr Rücksicht auf unsere Chronotypen nehmen, wäre das Leben wahrscheinlich leichter. Denn schon von Geburt an hat der Körper einen ganz eigenen Biorhythmus, der Einfluss auf Hormonspiegel, Schlaf- und Wachverhalten und natürlich Leistungsvermögen hat. Je nachdem wurden die Menschen von Forschern in „Lerchen“ (Frühaufsteher) und „Eulen“ (Langschläfer) unterteilt.

Der Schlafmediziner Michael Breus hat dieses klassische Muster abgewandelt: Statt den Menschen Vogelarten zuzuordnen, zieht er Säugetiere heran: So gibt es die Schlaftypen Bär, Wolf, Löwe und Delfin. Je nachdem, wann wir unsere aktiven Phasen haben, passen wir in eine bestimmte Kategorie.

Der Bär

Ein Morgenmuffel ist der Bär wahrlich nicht. Seine Zeit ist der Morgen! Dann fühlt er sich am wohlsten und ist am produktivsten. Laut Breus ist der Bär freundlich, kommunikativ und fühlt sich mit dem, was er gut kennt, am wohlsten.

Der Wolf

Nicht gerade als Langschläfer gilt der Wolf. Dafür sind die späten Abendstunden seine Zeit, dann fühlt er sich am wohlsten. Am produktivsten ist der Wolf aber trotzdem am späten Vormittag. Breus empfiehlt einen kurzen Spaziergang vor dem Mittagessen, damit der Kreislauf so richtig in Schwung kommt.

Der Löwe

Morgenstund hat Gold im Mund. Nach dieser Devise scheint der König der Tiere zu leben. Kaum ist die Sonne aufgegangen, hält ihn nichts mehr im Bett. Breus ordnet ihm neben Gewissenhaftigkeit auch noch folgende Attribute zu: Er ist optimistisch, stabil, leistungsstark.

Der Delfin

Dieser Chronotyp gilt als intelligent, introvertiert und ein bisschen neurotisch. Das kommt nicht von ungefähr. Schließlich schläft der Meeressäuger nur mit einer Gehirnhälfte, während die andere „Wache hält“. Dementsprechend sind sie im Tagesverlauf immer schubweise produktiv.

Im Optimalfall kann der Mensch sich seinem Chronotypen entsprechend verhalten und den Tagesablauf in Einklang mit seinem natürlichen Biorhythmus bringen. Dass das in unserer hektischen Welt, in der alles genau getaktet ist, nicht ganz einfach scheint, ist logisch. Dennoch ist es einen Versuch wert, dem eigenen Leben den richtigen Takt zu verpassen.

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