Quentin Tarantino kritisiert Hollywood-Filme nach der Pandemie

Quentin Tarantino wins Golden Globe January 2020 Getty
Quentin Tarantino, der kreative Kopf hinter Kultfilmen wie ‚Pulp Fiction‘, hat Hollywoods jüngste Filmproduktionen als „geschmacklose Wurstfabrik“ abgetan. Der renommierte Regisseur findet in der aktuellen Filmlandschaft kaum noch Werke, die seinem kritischen Blick standhalten können. Laut Tarantino ist es seit der Pandemie beinahe unmöglich geworden, neue Filme zu sehen, ohne diese detailliert zu zerlegen.
Tarantinos Kritik an modernen Filmen
In einem Essay für das Magazin ‚Sight and Sound‘ schreibt er: „Fehler, Unglaubwürdigkeiten und schlechtes Casting machen den größten Teil dessen aus, was heute aus Hollywood kommt.“ Für ihn lösen viele Filme derzeit eher Verachtung als Begeisterung aus, und der Vergleich mit der Vergangenheit lässt das moderne Kino blass aussehen. Zwar hat er Filme wie ‚West Side Story‘ (2021) oder ‚Horizon: An American Saga‘ genossen, doch haben diese ihn nicht in das „magische Land des Vergnügens“ geführt, das er von früher kennt. Sein vernichtendes Fazit: „Heutzutage lese ich lieber ein Buch.“
Nichtsdestotrotz findet Tarantino lobende Worte für den Actionthriller ‚The Rip‘ von Joe Carnahan, in dem Matt Damon und Ben Affleck als Cops aus Miami auftreten. Er hebt die clevere Regie und das fesselnde Drehbuch hervor. Zudem ist Tarantino für seine ausgeprägte Meinung über die Branche bekannt. So kritisierte er im letzten Jahr Paul Danos Performance in ‚There Will Be Blood‘ und hätte sich Austin Butler als bessere Besetzung gewünscht. Trotz dieser Kritik bleibt Tarantino einer der spannendsten Stimmen im Filmgeschäft.





