Paul Feig über anhaltende Kritik an 'Ghostbusters'-Film

Paul Feig - AVALON - Beverly Hills - March - 2026 - ICG Publicists Awards

Paul Feig – AVALON – Beverly Hills – March – 2026 – ICG Publicists Awards

Paul Feig hat auch heute noch so seine Probleme damit, im Internet unterwegs zu sein. Der Grund? Die Anzahl der Menschen, die seinem ‚Ghostbusters‘-Film mit Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Leslie Jones und Kate McKinnon nicht gerade freundlich gegenüberstehen. Als Regisseur zögerte er zunächst, die populäre Filmreihe neu zu interpretieren, denn für ihn war sie „heiliges Terrain der Komödie“. Beim Nantucket Film Festival 2026 wurde Feig von Moderatorin Ophira Eisenberg nach dem „lächerlichen“ Wirbel, den die Veröffentlichung des Films im Jahr 2016 auslöste, befragt.

Ein turbulenter Neustart mit weiblichem Cast

Mit einem Hauch von Sarkasmus meinte Feig: „Das war eine schöne Zeit.“ Obwohl er zunächst unsicher war, ob er sich an die ‚Ghostbusters‘-Neuauflage wagen sollte, war er überzeugt, dass eine weibliche Besetzung das Konzept aufregend neu gestalten könnte. „Ich dachte: Wenn ich es neu auflege und mit all diesen lustigen Frauen arbeite, dann wäre das eine Möglichkeit, mich vom ersten Film zu distanzieren und nicht dessen Erbe zu zerstören, sondern die Idee zu nehmen und sie hier neu zu starten“, erklärte er.

Der 63-Jährige bezeichnete die Idee hinter dem Projekt als „die beste überhaupt“. Die Wucht der Kritik, die folgen würde, hatte er allerdings nicht erwartet. „Was ich nicht wusste: Es würde eine Art Blitzableiter auslösen – ich habe immer noch Schwierigkeiten, ins Internet zu gehen“, gestand er. Besondere Herausforderungen brachte der Filmstart mit sich, denn er fiel mitten in den aufgeheizten US-Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. „Es wurde irgendwie unnötigerweise zu einer politischen Aussage, diesen Film zu sehen. Und die meisten Zuschauer dachten einfach: ‚Ich will nur eine Komödie sehen. Ich will Spaß haben'“, sagte Feig. Trotz der starken Kritik hält Feig an seinem Werk fest und bereut die Umsetzung nicht. „Ich bin sehr stolz darauf, aber es hat mir definitiv mehr Probleme in meiner Karriere bereitet, als ich gebraucht hätte“, räumte er ein.

Foto: © BANG Media International – Paul Feig – AVALON – Beverly Hills – March – 2026 – ICG Publicists Awards

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