Matt Bellamy: ‚Muse waren nie in Mode‘

Foto (c) Bang Showbiz // Matt Bellamy attends The 2020 NAMM Jan 2020 – Getty
Matt Bellamy ist überzeugt, dass Muse seit mehr als 30 Jahren zusammen sind, weil sie „nie in Mode“ waren.
Der Frontmann, der die Rockband 1994 mitgründete, führt ihren anhaltenden Erfolg darauf zurück, dass Muse nie eindeutig in ein bestimmtes Genre gepasst oder zu einem Trend gehört hätten. Sie seien, wie er sagte, „die Definition von Alternative“. Im Gespräch mit ‚NME‘ erklärte Matt: „Als Muse aufkamen, gab es damals drei große Dinge: das Ende des Britpop, Nu Metal in Amerika und dann dieses neue, aufregende Ding mit The Strokes, The White Stripes und diesem Retro-Rock-’n‘-Roll-Sound.“
Muse hätten in keine dieser drei Kategorien gepasst, worüber er ganz froh sei. „Rückblickend war das wirklich ein Segen“, berichtete der 48-Jährige. „Dass wir irgendwie ein Publikum gefunden haben, ohne Teil eines Trends zu sein, ist erstaunlich, und ich glaube, deshalb sind wir immer noch da.“ Der Brite ist stolz auf das alternative Image der Band. „Wir waren nie so sehr in Mode, dass wir einfach erledigt gewesen wären, sobald das Rampenlicht weitergezogen ist“, sagte er.
Anfang des Jahres habe er mit Jack White und dem The Strokes-Star Albert Hammond Jr. beim Coachella-Festival in Kalifornien ein ähnliches Gespräch geführt. „Ich unterhielt mich backstage mit ihnen und sagte: ‚Verdammt, wir sind immer noch da!‘ Wir sagten so etwas wie: ‚Wir sind die Gitarristen aus den 2000ern! Wir haben es geschafft!‘ Das war so cool“, erzählte Matt. „Vielleicht gab es damals ein bisschen eine Szene, aber sie war dadurch geprägt, dass sie etwas alternativ zum Mainstream war.“
Auf die Frage, ob er mit Jack White und Albert Hammond Jr. eine Rock-Supergroup gründen könnte, scherzte der Muse-Star: „Ha! Nein, denn sie würden mich mit ihrem Können blamieren!“ Über die technischen Fähigkeiten des White-Stripes-Künstlers schwärmte er außerdem: „Er ist ein echter Leadgitarrist. In jedem Song spielt er ziemlich anspruchsvolle Soli.“





