Boris Becker trifft klare Entscheidungen und trägt die Verantwortung

Boris Becker – Berlin Film Festival 2023 – Press Conference – Avalon
Boris Becker hat sich, nach seiner Zeit hinter Gittern, als ein Mann mit klaren Gedanken und Einsichten zurückgemeldet. Der 57-jährige Tennisstar hat „volle Verantwortung“ für die Handlungen übernommen, die ihn ins Gefängnis gebracht haben. Im Dezember 2022 wurde er vorzeitig entlassen und nach Deutschland abgeschoben, nachdem er acht Monate seiner zweieinhalbjährigen Haftstrafe wegen Insolvenzverletzungen abgesessen hatte. Trotz der schweren Zeit betrachtet Boris diese Erfahrungen als eine Art „gute Lektion“. Er ist überzeugt, dass wahre Rehabilitation von innen kommt und dass niemand an dieser Stelle auslassen sollte, sich selbst genauer zu betrachten.
Boris Beckers Gedanken zur Zeit im Gefängnis
„Wenn ich darüber nachdenke, war es wahrscheinlich wirklich gut für mich, mal richtig innezuhalten“, so Becker gegenüber der Zeitung ‚The Guardian‘. Er beschreibt die 231 Tage als eine Möglichkeit, um zu reflektieren und die Puzzlestücke seines Lebens zu sortieren. „Aber das geschieht nicht einfach so – echte Verantwortung zu übernehmen erfordert Zeit und Geduld.“ Boris gibt zu, dass das Gefängnis keine leichte Erfahrung war, aber es sei wichtig, die eigene Lebenssituation zu durchleuchten und positive Schlüsse daraus zu ziehen. „Um zu rehabilitieren, musst du bei dir selbst anfangen“, betont er.
Sein persönlicher Weg zur Rehabilitation erhielt einen zusätzlichen Schub, als Aufseher Andy Small ihm empfahl, einen Kurs in Stoizismus zu belegen. Dieses neue Wissen wollte Boris mit seinen Mitgefangenen teilen und wurde dadurch selbst zum „stoischen Lehrer“. „Es hat mir viel gebracht, und ich hoffe, dass ich anderen helfen kann, ihren eigenen Weg zu finden, wenn sie wieder auf freien Fuß sind“, erzählt er stolz.





