Die Simpsons: Duffman verabschiedet sich in den Ruhestand

Hank Azaria - May 2018 - Famous - The Brockmire Red Carpet Event

Foto (c) Bang Showbiz // Hank Azaria – May 2018 – Famous – The Brockmire Red Carpet Event

Die ‚Simpsons‘ haben eine bei den Fans beliebte Figur in den Ruhestand geschickt. In der neuesten Folge der Comedyserie mit dem Titel ‚Seperance‘ – einer Parodie auf das Sci-Fi-Drama ‚Severance‘ – entdeckt die titelgebende Familie, dass das Duff-Beer-Maskottchen Duffman seinen Job verloren hat. Barry Duffman taucht im Haus der Simpsons auf, um Homer für die seelenlose Firma EOD (Enthusiasm on Demand) anzuwerben, und gibt zu, dass er seinen Bierdosen-Gürtel endgültig an den Nagel gehängt hat. Er sagt: „Die Duff Corporation hat diese Figur für immer in den Ruhestand versetzt. Alle alten Werbeformen sind jetzt passé. Unternehmens-Sprecher, Printanzeigen, TV-Spots. Die Kinder von heute können nicht einmal mehr die Jingles singen.“ Am Ende der Episode hat Barry zwar EOD wieder verlassen, kehrt jedoch nicht zu rotem Umhang, Sonnenbrille und seinem berühmten Gürtel zurück, sondern erscheint stattdessen in ziviler Kleidung.

Barry Duffman trat erstmals 1997 in der Folge ‚The City of New York vs. Homer Simpson‘ aus Staffel neun auf. Hank Azaria, der Duffman ebenso wie Figuren wie Moe Szyslak, Chief Wiggum und Comic Book Guy seine Stimme leiht, hatte zuvor eingeräumt, dass Duffman eine seiner am wenigsten geliebten Rollen beim Einsprechen sei. Er sagte 2020 in der Talkshow von Conan O’Brien: „Duffman haut mich sofort um. Ich muss Duffman immer bis zum Schluss aufsparen, und ich fürchte mich tatsächlich davor. Es tut wirklich weh, aber ich beschwere mich nicht.“ Der 61-jährige Star gab zudem an, dass er befürchtet, in Zukunft durch KI ersetzt zu werden. In einem Gastbeitrag für die ‚New York Times‘ schrieb er: „Ich stelle mir vor, dass künstliche Intelligenz schon bald in der Lage sein wird, die Klänge der mehr als 100 Stimmen nachzubilden, die ich über fast vier Jahrzehnte für Figuren bei ‚Die Simpsons‘ erschaffen habe. Der Gedanke daran macht mich traurig. Ganz zu schweigen davon, dass es sich einfach falsch anfühlt, mein Abbild oder meine Stimme – oder die von irgendwem – zu stehlen.“

Hank, der auch an Animationsserien wie ‚Family Guy‘, ‚Futurama‘, ‚Spider-Man: The Animated Series‘ und ‚Bordertown‘ gearbeitet hat, glaubt jedoch, dass selbst die präziseste KI-Nachahmung seiner Stimme etwas Entscheidendes vermissen lassen wird: die „Menschlichkeit“, da „unsere Körper und Seelen“ eine große Rolle bei der Erschaffung einer Figur spielen.

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