Bonnie Tyler verdient ‚praktisch nichts‘ an Streams von ‚Total Eclipse of the Heart‘

Foto (c) Bang Showbiz // Bonnie Tyler – The O2 London 2020 – Photoshot
Bonnie Tyler hat offenbart, dass sie trotz des enormen Erfolgs ihres Welthits ‚Total Eclipse of the Heart‘ nahezu keine Einnahmen aus Streaming-Plattformen erhält.
Der Song, der 1983 veröffentlicht wurde und als eine der bekanntesten Power-Balladen der 1980er-Jahre gilt, hat kürzlich die Marke von einer Milliarde Streams überschritten – ein Meilenstein, der für viele Künstlerinnen und Künstler ein lukratives Einkommen bedeutet. Für Tyler selbst sieht die Realität jedoch anders aus.
Im Gespräch mit BBC Wales sagte die 74-jährige Sängerin: „Ich bin wirklich glücklich – wenn man darüber nachdenkt, es gibt nur 8,3 Milliarden Menschen auf der Welt.“ Sie zeigte sich stolz über die globale Reichweite des Songs und dessen anhaltende Popularität, mehr als vier Jahrzehnte nach der Veröffentlichung. Auch heute noch ist ‚Total Eclipse of the Heart‘ fester Bestandteil ihrer Live-Auftritte. Tyler erklärte: „Nein, ich werde nie müde, ihn zu singen. Ich liebe es, weil alle es kaum erwarten können, mitzusingen.“ Für sie sei der Song ein emotionaler Moment bei jedem Konzert und ein verbindendes Element zwischen Bühne und Publikum.
Doch als sie auf die finanziellen Aspekte angesprochen wurde, zeigte sich die Sängerin ernüchtert. Auf die Frage, ob die enormen Streamingzahlen auch spürbare Einnahmen bedeuten, antwortete sie: „Oh, es ist nichts – praktisch gar nichts.“ Damit spricht Tyler ein strukturelles Problem der Musikindustrie an, bei dem Künstlerinnen und Künstler aus klassischen Katalogtiteln zwar Reichweite, aber kaum Einnahmen generieren.
Trotz ihres Alters denkt Tyler nicht an Ruhestand. Bereits zuvor hatte sie im ‚Sunday Mirror‘ erklärt: „Ich habe mit 17 angefangen zu singen und hätte nie gedacht, dass ich in diesem Alter noch auf der Bühne stehen würde. Ich habe ein bisschen langsamer gemacht, aber ich weiß jetzt, dass ich niemals in Rente gehen werde.“ Sie ergänzte: „Nach dem Lockdown bin ich verrückt geworden. Ich musste einfach wieder auf Tour gehen.“



