Fußball-Weltmeisterschaft in Katar: Kapitäne tragen keine OneLove-Armbinde

Manuel Neuer - Training - 2019 - Getty

Manuel Neuer – Training – 2019 – Getty

Sieben europäische Mannschaften, darunter England und Wales, haben sich darauf geeinigt, dass ihre Mannschaftskapitäne während ihrer WM-Spiele keine OneLove-Armbinden tragen werden.
Spieler aus verschiedenen Ländern, die an dem Fußballturnier in Katar teilnehmen – wo Homosexualität noch immer verboten ist – hatten geplant, die regenbogenfarbenen Armbinden während der Spiele zu tragen, um die Rechte von LGBTQ+ und die Inklusion zu unterstützen. Nachdem sie jedoch gewarnt wurden, dass sie automatisch eine gelbe Karte riskieren, weil sie gegen die FIFA-Regeln verstoßen, haben sie ihre Frustration zum Ausdruck gebracht, sind aber der Meinung, dass sie sich an die Anordnung halten müssen.

In einer gemeinsamen Erklärung mit Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz erklärten die Fußballverbände von England und Wales: „Die FIFA hat sehr deutlich gemacht, dass sie sportliche Sanktionen verhängen wird, wenn unsere Kapitäne die Armbinden auf dem Spielfeld tragen. Als nationale Verbände können wir unsere Spieler nicht in eine Situation bringen, in der ihnen sportliche Sanktionen drohen, darunter auch Platzverweise. Deshalb haben wir die Spielführer gebeten, die Armbinden bei FIFA-Weltmeisterschaftsspielen nicht zu tragen. Wir waren bereit, Geldstrafen zu zahlen … aber wir können unsere Spieler nicht in eine Situation bringen, in der sie verwarnt oder sogar gezwungen werden könnten, das Spielfeld zu verlassen.”

Die Offiziellen gaben zu, dass sie über die Entscheidung „sehr frustriert“ seien und versprachen, die Inklusion auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen. In der Erklärung heißt es weiter: „Wir sind sehr frustriert über die FIFA-Entscheidung, die unserer Meinung nach beispiellos ist. Wir haben die FIFA im September schriftlich über unseren Wunsch informiert, die One-Love-Armbinde zu tragen, um die Inklusion im Fußball aktiv zu unterstützen, und erhielten keine Antwort. Unsere Spieler und Trainer sind enttäuscht – sie sind starke Befürworter der Inklusion und werden ihre Unterstützung auf andere Weise zeigen.”

©Bilder:BANG Media International – Manuel Neuer – Training – 2019 – Getty

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