Bruce Springsteen kündigt politische US-Tour an

Bruce Springsteen performs onstage during New York Film Festival Spotlight Gala - Getty

Foto (c) Bang Showbiz // Bruce Springsteen performs onstage during New York Film Festival Spotlight Gala – Getty

Die kommende Tour von Bruce Springsteen wird „politisch sein“. „The Boss“ startet seine US-Tour mit der E Street Band am 31. März in Minneapolis, nur wenige Monate nachdem er dort im Januar bei einem Anti-ICE-Konzert seinen Protestsong ‚Streets of Minneapolis‘ erstmals vorgestellt hatte. Die Tour soll am 27. Mai in Washington, D.C. enden.

Springsteen betonte nun, dass er auf der Bühne definitiv das turbulente politische Klima in den USA ansprechen werde. Er sagte im Interview mit der Zeitung ‚Minnesota Star Tribune‘: „Die Tour wird politisch sein und sehr aktuell im Hinblick auf das, was im Land passiert … Die E Street Band ist für schwierige Zeiten gemacht. Das war sie schon immer. Das sind die Momente, in denen wir der Gemeinschaft wirklich von Wert sein können.“

Der 76-Jährige könne sich an keinen anderen Zeitpunkt erinnern, an dem sein Land so stark herausgefordert gewesen sei und grundlegende Ideen und Werte infrage gestellt waren. „Ich müsste bis ins Jahr 1968 zurückgehen, als ich 18 war – eine andere Zeit, in der sich das Land so angespannt anfühlte und so viel auf dem Spiel stand, was unsere Identität betrifft“, erzählte er. Die gegenwärtige Lage bezeichnete er als „kritischen Moment“.

Springsteen veröffentlichte ‚Streets of Minneapolis‘ im Januar als Reaktion auf die Todesfälle von Renee Good und Alex Pretti, die in getrennten Vorfällen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE ums Leben kamen. Dies brachte ihn ins Visier von US-Präsident Donald Trump. Ein Sprecher des Weißen Hauses, Steven Cheung, wies Springsteens Tourpläne zuvor in einer Erklärung zurück: „Wenn dieser Verlierer Springsteen in sein eigenes ‚City of Ruins‘ in seinem Kopf zurückkehrt, wird er merken, dass seine ‚Glory Days‘ vorbei sind und seine Fans ihn ‚Out in the Street‘ zurückgelassen haben.“

Springsteen bleibt jedoch unbeirrt und sagte weiter: „Ich mache mir keine Sorgen, ob ich einen Teil meines Publikums verliere. Ich hatte immer ein Gefühl für die kulturelle Rolle, die wir spielen, und ich stehe nach wie vor voll hinter dieser Idee der Band.“ Er sei auf alles vorbereitet.

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