Jeanette Biedermann arbeitete bis zur totalen Erschöpfung: "Ich war blind für mich selber"

Jeanette Biedermann

Hendrik Schmidt/picture-alliance/Cover Images

Wer es im Showbusiness zu etwas bringen will, muss hart an sich und seiner Karriere arbeiten. Dazu war Jeanette Biedermann (43) durchaus bereit: Schon in jungen Jahren schuftete die aufstrebende Schauspielerin hart. Dazu gehörten auch lange Tage für die damals knapp 20-Jährige. Auch die Wochenenden gingen drauf.

"Ich war nur noch krank"

Mit 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' wurde sie zum Star, feilte gleichzeitig an ihrer Musikkarriere. Ein Traum, für den sie sich selbst aufrieb, wie Jeanette jetzt im Gespräch mit RTL verriet. Rückblickend erkannte sie: "Ich war blind für mich selbst". Als junge Frau habe sie sich die Frage gar nicht gestellt, ob sie sich vielleicht ein bisschen zu viel zumute. Schließlich kam der Burnout: "Ich war nur noch krank. Eine Erkältung nach der anderen. Man wird so traurig. Man ist erschöpft. Ich war permanent müde, müde, müde. Der Körper hat voll Signale gegeben und rebelliert." Doch vor wenigen Jahren machte sie den Fehler erneut, wie sie weiter berichtete. Diesmal war nicht nur sie selbst betroffen, sondern auch ihr Mann Jörg, mit dem sie seit 11 Jahren verheiratet ist. Besonders tricky: Er ist ihr Produzent und Gitarrist, beide arbeiten also miteinander.

Jeanette Biedermann hat ihre Probleme erkannt und gehandelt

Das war das Problem, erkennt Jeanette Biedermann heute. "Gerade wenn man zusammen arbeitet, ist das schon nicht so einfach, dass man nicht nur noch Arbeitszeit miteinander verbringt. Das fühlt sich ja auch an wie sich zu sehen, beieinander zu sein. Doch dann fällt einem auf: Wir haben die letzte Zeit viel Zeit im Studio zusammen verbracht." Das wurde zum Problem.

Eine Therapie half Jeanette, dabei zu erkennen, wo ihre Schwierigkeiten lagen und wie sie beheben kann. Die Erkenntnisse setzt sie um, wie Jeanette Biedermann dem 'Berliner Kurier' versicherte: "Ich habe in den letzten Jahren auf mich aufgepasst, dass nicht immer alles so durchgetaktet ist und ich noch ein Privatleben habe. Das habe ich viele Jahre nicht gehabt und das war nicht gut."

Bild: Hendrik Schmidt/picture-alliance/Cover Images

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