‚The Gilded Age‘-Star Julian Fellowes: Er liebt es, mit Gegensätzen zu spielen

Julian Fellowes - Feb 2019 - Newport Beach Film Festival UK - Famous

Julian Fellowes – Feb 2019 – Newport Beach Film Festival UK – Famous

Die goldene Ära wird erneut zum Leben erweckt. Mit dem Netflix-Hit ‚Downtown Abbey‘ gelang Drehbuchautor und Filmemacher Julian Fellowes vor rund 12 Jahren der internationale Durchbruch. Mit ‚The Gilded Age‘ legte er im vergangenen Jahr nach und erzählte dank fantastischer Performances von Stars wie Cynthia Nixon (‚Sex and the City‘) die packende Geschichte des New Yorks der späten 1880er Jahre, im denen einst altes und neues Geld aufeinanderprallten.

Autor Fellowes scheint sich jedoch nicht nur beruflich für die damalige Zeit zu begeistern, denn auch persönlich treiben ihn einige Fragen aus der Serie um. “Wenn das Leben nicht ganz nach Plan läuft, ab welchem Moment macht es dann Sinn, sich mit dem zufriedenzugeben, was man vor sich sieht, anstatt auf etwas zu warten, das womöglich nie eintrifft?”, fragte der renommierte Schöpfer und Autor von Downtown Abbey im Interview mit ‚Bang. Er ergänzte nachdenklich: “Ich schätze, die meisten Menschen – egal ob jung oder alt, arm oder reich – können sich mit dieser Frage irgendwie identifizieren.” Der Umgang mit Erwartungen, Ambitionen und gesellschaftlichen Zwängen zeige laut Fellowes etwas sehr Menschliches – und es zeige, dass die Gesellschaft sich heute wie damals mit ähnlichen Fragen auseinandersetze. “Kämpfst du für die Karriere, die du immer haben wolltest oder bist du glücklich mit einem normalen Job, der die Rechnungen bezahlt? Es gibt darauf keine einfache Antwort oder Lösung – und genau deswegen sind solche inneren Konflikte perfekt für ein Drama.” Mit Blick auf die aktuell zweite Staffel von ‚The Gilded Age‘ (ab jetzt auf Sky) fügte der Star im Interview mit ‚Bang‘ hinzu: “Ich liebe es, mit solchen Gegensätzen zu spielen. Auf der einen Seite hat man die Sorgen und Nöte der Menschen gepaart mit dem Zwang nach Konsum und auf der anderen Seite sieht man den oberflächlichen Glanz und die Sicherheit, die eine Gesellschaft vermeintlich zu bieten hat.” Abschließend ergänzte er: “Mir tut es nur leid für die ganz normalen Männer und Frauen, die in der konsumsüchtigen westlichen Welt einfach nur versuchen, ihr Leben zu leben und ihren Kindern eine warme Mahlzeit zu bieten. Dass sie sich ständig Sorgen um ihre Existenz machen müssen, ist doch kaum zu ertragen.”

©Bilder:Bang Media International

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