Sarah Engels spricht über Krisen und Selbstzweifel

Sarah Engels attends the kinderTag in Berlin Sept 2022 - Getty

Foto (c) Bang Showbiz // Sarah Engels attends the kinderTag in Berlin Sept 2022 – Getty

Sarah Engels blickt auf die schwerste Zeit ihres Lebens zurück.
Heute ist die Ex-DSDS-Kandidatin als Sängerin, Influencerin und Musical-Darstellerin erfolgreich und führt ein erfülltes Familienleben. Aktuell steht sie vor einem großen Karriere-Meilenstein: Am 12. Mai vertritt sie Deutschland mit ihrem Titel ‚Fire‘ beim Eurovision Song Contest in Wien. Doch der Weg dorthin war alles andere als leicht.

In der ARD-Sendung ‚deep und deutlich‚ sprach die 33-Jährige nun offen über Selbstzweifel und Krisen. Schon als Jugendliche habe sie mit Unsicherheiten gekämpft. „Ich habe mich nie wirklich wohl in meinem Körper gefühlt“, erinnerte sie sich. Kommentare über ihr Aussehen hätten sie zusätzlich belastet. Auch ihre Teilnahme bei ‚Deutschland sucht den Superstar‘ verstärkte den Druck. „Ich war total verunsichert, habe mich immer mit anderen verglichen“, gestand Sarah.

Halt fand die Musikerin vor allem bei ihrer Mutter, die sie als ihren „sicheren Hafen“ und „beste Freundin“ bezeichnete. Mit ihr könne sie über alles reden. Trotzdem hatte Sarah innerlich zu kämpfen. „Ich hatte nie das Gefühl, dass ich genug bin. Vielleicht auch deswegen, weil Zuhause ein sehr, sehr hoher Anspruch gestellt wurde“, gestand sie.

Richtig herausfordernd wurde es Jahre später: Nach der Trennung von ihrem Ex-Mann Pietro Lombardi sei Sarah plötzlich als junge Mutter allein dagestanden. „Das hätte ich mir damals niemals eingestanden, aber heute kann ich und darf ich das. Ich war total überfordert“, gab sie zu. „Dann habe ich ein Haus gebaut, obwohl ich gar keinen Plan hatte, wie ich das überhaupt managen soll.“

Schnell sei ihr alles über den Kopf gewachsen. In dieser Zeit habe sie sich innerlich „wie die zehnjährige Sarah“ gefühlt. Doch statt Hilfe zu suchen, versuchte die gebürtige Kölnerin, nach außen eine „heile Welt“ aufrechtzuerhalten. „In Wirklichkeit war es das ja gar nicht. Und es war wie so ein ganzes Haus, das über mir zusammengekracht ist. Es war ein Gefühl von Scheitern, von Verlieren“, schilderte sie. Erst der Tiefpunkt brachte laut Sarah die Wende. „Ich musste ganz tief fallen, sehr viel Schmerz empfinden und wirklich an einem Punkt sein, wo ich mir dann gesagt habe: Ich möchte das verstehen“, erzählte die Sängerin.

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