Meryl Streep lehnt „Marvelisierung“ von Filmfiguren ab

Meryl Streep – The 77th Annual Cannes Film Festival – Getty
Meryl Streep kann sich beim Thema Filme entspannt zurücklehnen, denn die Oscar-Preisträgerin hat eine klare Vorstellung davon, was sie nicht möchte: eine Marvelisierung ihrer Charaktere. Im heiß erwarteten ‚Der Teufel trägt Prada 2‘ übernimmt sie erneut die Rolle der furchteinflößenden Modechefin Miranda Priestly. Doch diesmal dürfen die Zuschauer auch ihre sanfteren Züge entdecken. In der ‚Hits Radio Breakfast Show‘ verriet Meryl Streep: „Heutzutage werden Filme oft in Helden und Schurken kategorisiert, was ermüdend ist. Faszinierender ist es, wenn auch Helden Schwächen zeigen und Bösewichte interessante, menschliche Seiten haben. Genau das macht den Film so spannend und chaotisch.“
Zurück am Set mit alten Freunden
In ‚Der Teufel trägt Prada 2‘ trifft Meryl Streep wieder auf die vertrauten Gesichter von Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci. Anne teilte ihre Begeisterung über das Wiedersehen und die Dreharbeiten, die für sie „eine der lustigsten Erfahrungen überhaupt“ waren. Trotz anfänglicher Anspannung gestand sie, dass die Unterstützung von Emily, Stanley und Meryl erhebliche Erleichterung brachte. Gegenüber ‚PEOPLE‘ gestand Anne: „Der erste Film hat mir viel bedeutet. Trotz aller Nervosität war es wegen der tollen Menschen ein unvergessliches Erlebnis.“ Besonders betont sie ihre Bewunderung für Meryl Streep, auch wenn sie dies selten direkt ausspreche. Daher unterstreicht Anne: „Emily Blunt ist einfach wunderbar, Stanley ist unglaublich humorvoll und Meryl – ich bewundere sie insgeheim wirklich.“
Auch Regisseur David Frankel, der bereits dem erfolgreichen Originalfilm seinen Stempel aufdrückte, nimmt für die Fortsetzung erneut Platz auf dem Regiestuhl – und das 20 Jahre später. Mit ‚Metro‘ sprach er über die Bedenken des Teams, den Erfolg des ersten Films nicht wiederholen zu können: „Es braucht viel, damit alles stimmt, und das Gefühl war, als hätten wir im ersten Anlauf einen Volltreffer gelandet. Die Frage war: Können wir dieses Glück ein zweites Mal haben?“





