Ballermann-Star Nora Lob: „Ich habe gezittert, war komplett neben der Spur“

Foto: https://www.bestfans.com/noralob

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Die Partyschlager-Sängerin Nora Lob spricht im BestFans-Interview über ihren ersten Auftritt auf der Megapark-Bühne in Mallorca, ihren Wechsel von Tanz und Moderation ins Gesangsfach, die Entstehung von Ballermann-Hits und die Kolleginnen und Kollegen, die sie in der Szene am meisten beeindrucken – von Mia Julia bis Lorenz Büffel.

Auf deinem BestFans-Profil schreibst du: „Ein bisschen süß. Ein bisschen gefährlich. Und definitiv nichts für jeden.“ Was meinst du damit?

Damit ist eigentlich mein Charakter gemeint. Ich bin ein sehr offener Mensch, süß und liebevoll, aber auch sexuell aktiv und dirty. Ich rede offen über alles, bin wie ein offenes Buch. Und ich glaube, nicht jeder kommt mit so einer direkten Persönlichkeit zurecht. Deshalb „nicht für jeden“. Und ein bisschen soll es natürlich auch neugierig machen, spannend klingen und zum Weiterlesen einladen.

Bist du eigentlich Single? Und wie würdest du damit umgehen, wenn dein Partner selbst auf BestFans aktiv wäre?

Aktuell bin ich Single, aber für mich ist klar: Ich werde mich nie wieder für jemanden einschränken. Beziehungen kommen und gehen, aber authentisch leben bleibt. Es geht mir dabei nicht ums Geld, das ist ein netter Bonus, sondern um eine Lebenseinstellung: diese Freiheit zu leben und zu erleben. Und ich finde es cool, dass andere das mit mir teilen. Wenn mein Partner selbst Creator auf BestFans wäre, hätte ich damit kein Problem. Auch wenn er sich Fotos anderer Frauen anschaut oder sie attraktiv findet, ist das okay. Komisch fände ich es nur, wenn er stundenlang mit einer anderen Frau schreibt und dafür Geld zahlt, statt Zeit mit mir zu verbringen. Aber grundsätzlich gilt für mich: offen drüber reden, nichts verbieten.

Wann hast du zum ersten Mal auf einer Ballermann-Bühne gestanden, und wie hat sich das angefühlt?

Mein erstes Mal war im Megapark, direkt beim großen Opening. Das ist die Bühne, auf der Legenden wie Mickie Krause, Pietro Lombardi, Ikke Hüftgold oder Lorenz Büffel auftreten. Mit solchen Profis als Anfängerin die Bühne zu teilen, das war krasser Druck. Ich habe gezittert, war komplett neben der Spur und fand meinen ersten Auftritt ehrlich gesagt selbst nicht gut. Ich kannte das Ballermann-Publikum ja noch gar nicht.

Wie bist du zur Musik gekommen? Du warst ja vorher in ganz anderen Bereichen unterwegs.

Ich war Moderatorin, Tänzerin, im Medienbereich eigentlich überall zu Hause, nur nicht im Gesang. Singen war immer mein heimlicher Traum, aber ich habe mich nie getraut. Ich kenne einfach zu viele richtig gute Sänger, für die ich auch Background getanzt habe, und fand mich selbst nie gut genug. Dann kam ein Produzententeam auf mich zu und hat gefragt, ob ich nicht mal einen passenden Song für mich einsingen möchte. Ich dachte mir: Gut, jetzt probiere ich es einfach mal.

Dein erster Song war „Heute wird geschluckt“, ein typisch zweideutiger Ballermann-Titel. Wie kam der an?

Richtig gut sogar. Meine Songs sind alle so zweideutig-witzig gemacht, das ist mein Stil. Der Track lief für einen Erstling überraschend gut, dann kam der zweite Song, und irgendwann auch die Verbindung zum Megapark. Nach einem Probegespräch bin ich nach Mallorca gezogen und habe als Gesicht für Social Media und auf der Bühne anderthalb Saisons im Megapark gearbeitet. Eine geile Zeit mit tollen Erlebnissen.

Wie hast du dich auf der Bühne weiterentwickelt?

Ich habe schnell gemerkt, wie viel Potenzial nach oben da ist, gerade im Vergleich mit Profis, die das seit 10 oder 20 Jahren machen. Das war herausfordernd, aber durch die regelmäßigen Auftritte habe ich mich ständig verbessert. Ich nehme bis heute Gesangsstunden und arbeite mit Vocal Coaches. Da geht immer noch was.

Was fasziniert dich so am Ballermann-Lifestyle?

Ich habe mich sofort in Mallorca verliebt. Die Freiheit, die man hier genießen darf, der Lifestyle, wie die Leute leben, das ist einzigartig. Die Menschen kommen hierher, um den gesellschaftlichen Druck und alle Konventionen abzulegen. Hier geht es nur um Party, ums Feiern und um eine geile Zeit miteinander. Das war für mich anfangs neu, aber ich liebe es.

Wie entsteht eigentlich ein Ballermann-Hit? Schreibst du deine Texte selbst?

Ich schreibe bei meinen Songs mit und entwickle die Tracks aktiv mit. Aber ein Song besteht immer aus einem ganzen Team: Songwriter, Komponisten, oft mehrere Produzenten, manchmal noch Features. Ich bin ja keine Produzentin, sondern Sängerin. Die Musikbranche ist viel komplexer, als man von außen denkt.

Was muss ein neuer Ballermann-Hit mitbringen?

Ehrlich? Das weiß keiner vorher. Wenn es eine Formel für Hits gäbe, hätte jeder einen. Natürlich gibt es Zutaten, die helfen: eine gute Produktion, ein lustiger, eingängiger Text, etwas, das die Leute animiert. Aber ob ein Song wirklich einschlägt, entscheidet am Ende immer das Publikum. Das ist von Song zu Song unterschiedlich, und genau das macht es ja auch spannend.

Welche Ballermann-Künstler beeindrucken dich am meisten, und mit wem würdest du gerne mal ein Feature machen?

Ich gehe immer offen an Shows ran und schaue sie mir gerne an. Jeder Künstler hat seine eigenen Stärken und seinen eigenen Stil, und ich weiß, wieviel Arbeit hinter jedem Einzelnen steckt. Natürlich gibt es Songs und Artists, die mich mehr inspirieren als andere, aber das ist eine sehr subjektive, persönliche Sache. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von Mia Julia, ich finde, sie macht das großartig. Ihre Songs sind Wahnsinn, jedes Mal denke ich: Wow, wie ist denn schon wieder so ein geiler Song entstanden? Auch der große Lorenz Büffel beeindruckt mich extrem mit seiner Live-Performance. Julia Sommer und Frenzy finde ich krass, Frenzy hat in den letzten zwei, drei Jahren die wahrscheinlich größte Entwicklung hingelegt. Es gibt einige Künstler, die ich wirklich bewundere, und ich will hier auch niemanden ausschließen. Für mich gibt es da immer zwei Ebenen: die künstlerische und die persönliche. Mit manchen Leuten versteht man sich einfach besser, sie nehmen einen auf eine schöne, herzliche Art auf. Ein Feature mit Mia Julia wäre natürlich ein Traum. Almklausi finde ich auch klasse, genauso Frenzy und Julia Sommer. Auch Calvin Kleinen finde ich großartig, ich kenne ihn schon länger und finde es krass, was er hier am Ballermann aufgebaut hat. Er ist jetzt seit gut einem Jahr dabei und wurde direkt super angenommen. Dann natürlich Schürze, Kassel Musiker, der Zipfelbob… die Liste ist so lang, ich wüsste gar nicht, wo ich aufhören soll.

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