"Unter uns"-Aus: Urgestein Lars Steinhöfel hofft "auf einen Neuanfang"

Erst seit wenigen Tagen weiß der Cast von "Unter uns", dass RTL die Daily einstellt. Lars Steinhöfel spielt dort seit 2005 den Easy - und will noch gar nicht an den Abschied denken. Im Interview verrät der Schauspieler, an welche Hoffnung er sich klammert.

Teilen
Lars Steinhöfel will sich noch nicht von seinem "Easy" bei "Unter uns" verabschieden.
Lars Steinhöfel will sich noch nicht von seinem "Easy" bei "Unter uns" verabschieden. Foto: RTL/Sebastian Meyer

Lars Steinhöfel (40) weigert sich, das Ende von "Unter uns" schon jetzt als Abschied zu behandeln. "RTL wird die Serie nicht fortführen - aber das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass damit auch die Geschichte von 'Unter uns' zu Ende erzählt ist", sagt der Schauspieler im Interview mit spot on news. Seit Montag ist offiziell, dass der Sender die Produktion der Daily nach über 30 Jahren zum Jahresende 2026 einstellt.

"Wir haben in den vergangenen Tagen im internen Produktionskreis davon erfahren", berichtet Steinhöfel weiter. "Natürlich war das erst einmal eine Nachricht, die man sacken lassen muss."

"Ein sehr großer Teil meines Lebens"

Der 40-Jährige gehört zum Inventar der Schillerallee: Seinen ersten Drehtag als Kioskbesitzer Ingo "Easy" Winter hatte er bereits im März 2005. Das sind 21 Jahre, in denen Easy geheiratet, sich scheiden lassen, einen Sohn adoptiert und den Kiosk "Em Büdchen" übernommen hat.

"'Unter uns' ist seit über 20 Jahren ein sehr großer Teil meines Lebens und viele Menschen dort begleiten mich schon unglaublich lange", so der Schauspieler. In "Schockstarre" wolle er trotzdem nicht verfallen: "Veränderungen können auch neue Chancen mit sich bringen - für die Serie genauso wie für mich persönlich. Deshalb versuche ich gerade, mit viel Zuversicht auf das zu schauen, was vor uns liegt."

Von "letzten Folgen" will er nichts hören

Bis März 2027 zeigt RTL die bereits abgedrehten Episoden, danach soll als letzte Folge ein großes Finale folgen. Davon will Lars Steinhöfel aber noch nicht hören. "Ich weigere mich ehrlich gesagt noch ein bisschen, von den 'letzten Folgen' zu sprechen", betont er - stattdessen hofft er auf einen Nachmieter für die Schillerallee.

Großartig wäre es, "wenn sich ein neuer Sender oder eine Streaming-Plattform findet, die der Schillerallee ein neues Zuhause gibt". Darin stecke womöglich sogar die Chance, dem Format nach über 30 Jahren einen neuen Anstrich zu verpassen. "Solange diese Möglichkeit besteht, hoffe ich lieber auf einen Neuanfang als auf einen Abschied."

Für den Fall, dass es doch anders kommt, hat der Schauspieler bereits Ideen. "Mit 40 ist das Leben ja zum Glück noch lange nicht vorbei", sagt er. Der einstige "Das Sommerhaus der Stars"-Kandidat sieht für sich viel Potenzial im Entertainment-Bereich, besonders bei Reality-Formaten und Shows. Zudem will er sich musikalisch ausprobieren. "Vielleicht ist genau jetzt der Moment, Türen aufzumachen, durch die ich bisher aus Zeitgründen nie gehen konnte", erklärt er zuversichtlich. "Ich sehe die Zukunft deshalb nicht als kleiner, sondern erst einmal als ziemlich groß an."

Der Cast kämpft öffentlich um die Serie

Auf Instagram hatte sich Steinhöfel bereits zu dem Aus gemeldet und es als "ultra schade" beschrieben. Er verstehe in Anbetracht der generationsübergreifenden Fans nicht, "wie man so eine Gemeinschaft im Stich lassen kann".

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen wirbt er zudem in einem Video auf dem Instagram-Account von UFA Production unter dem Hashtag "#nichtohneunteruns" für den Erhalt des Formats. Mit dabei sind unter anderem Timothy Boldt (35) und Patrick Müller (38). Serien-Urgestein Petra Blossey (70) wird darin am deutlichsten: "Das darf nicht das Ende sein."

Der Sender begründet den Ausstieg mit veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für tägliche fiktionale Produktionen, einer gewandelten Mediennutzung und der künftigen Ausrichtung der Programmstrecke. Die Entscheidung falle "alles andere als leicht", hieß es in der Mitteilung.

"Unter uns" startete im November 1994, inzwischen wurden mehr als 7.800 Folgen ausgestrahlt. An "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und "Alles was zählt" halten RTL und UFA fest.

(eyn/spot)