Schauspielerin Adele Neuhauser (63) ist sich nicht sicher, wie die jungen Menschen von heute mit den vielen Katastrophen fertigwerden sollen.

"Die Welt ist ins Ungleichgewicht geraten"

Die Darstellerin, die seit zehn Jahren im Wiener Tatort die Kommissarin Bibi Fellner gibt, hat ein Herz für diejenigen, die mit den schlimmen Konsequenzen menschlichen Handelns fertig werden müssen. "Die Welt ist dermaßen ins Ungleichgewicht geraten und das beunruhigt mich sehr", seufzte die Wahl-Wienerin im Gespräch mit 't-online.de'. "Der Klimawandel, Corona, der Krieg in der Ukraine, die Liste ist ja noch viel länger. Wie soll die jüngere Generation mit all den Scherben fertig werden?" Zumindest in Sachen Klimawandel will sie nun mit gutem Beispiel vorangehen und sich nicht wieder ein Auto anschaffen und stattdessen mit österreichischem Klimaticket durch die Gegend reisen.

Adele Neuhauser will jungen Menschen helfen

Dass Adele Neuhauser sich um junge Menschen sorgt, liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie selbst keine schöne Jugend hatte. Die Trennung ihrer Eltern stürzte sie in eine tiefe Depression, Selbstmordversuche waren die Folge. Mit ihrer Autobiografie 'Ich war mein größter Feind' will sie jungen Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen, sich Hilfe zu holen und über Probleme zu sprechen. Sie selbst geht in die Natur um wieder aufzutanken, wenn sie merkt, dass es ihr nicht gutgeht.

Und dann sind dann noch die Dreharbeiten zum Wiener 'Tatort', die ihr große Freude bereiten, denn sie und ihr Kollege Harald Krassnitzer (61) verstehen sich bestens. "Es ist nicht alltäglich, einen Kollegen zu finden, mit dem man so symbiotisch arbeiten kann. Da ist es vor und hinter der Kamera sehr harmonisch. Und das ohne große Mühe. Wir ergänzen uns sehr gut – und das ist wirklich ein Geschenk", freute sich der Fernsehstar im Gespräch mit der 'Augsburger Allgemeinen'. Schön, dass es so gut klappt, denn Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser gehören zu den beliebtesten 'Tatort'-Ermittlern, und da ist die Konkurrenz bekanntlich groß.

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