Amber Heard: Das Berufungsgesuch ist eingereicht

Amber Heard

Nils Jorgensen/INSTARimages.com

Schauspielerin Amber Heard (36) will noch einmal vor Gericht ziehen, weil sie das Urteil im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp (59) nicht akzeptiert. Vor allem möchte sie nicht die umgerechnet knapp zehn Millionen Euro an ihren Ex-Mann bezahlen.

Weiterer Versuch

Nachdem im Juni das Gericht in Virginia dem Hollywoodstar Recht gegeben hatte und seine Ex zu dieser gewaltigen Schadensersatzsumme verdonnert hatte, war eigentlich klar, dass es einen Berufungsprozess geben würde. Jetzt hat Amber erste Schritte eingeleitet. Laut 'Deadline' hat ihr Anwaltsteam am 23. November einen Berufungsantrag eingereicht, der das Urteil anficht. Ihre Argumentation lautet zum einen, dass es das falsche Gericht war, denn Virginia sei gar nicht zuständig gewesen. Es habe sich "fälschlicherweise geweigert, diese Klage abzuweisen… auf der Grundlage seiner irrtümlichen Schlussfolgerung, dass Depps Ansprüche in Virginia entstanden sind, weil sich die Server der Washington Post hier befinden."

Amber Heard hat die Wahrheit gesagt

Dann versuchen die Anwält*innen zu argumentieren, dass es sich gar nicht um eine Verleumdung handeln kann, denn der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs habe im vergangenen Jahr Amber Heards Version geglaubt und zu ihre Gunsten entschieden. Sie habe die Wahrheit gesagt. Das Urteil von Virginia hätte zudem weitgehende Konsequenzen für die Gesellschaft. "Wenn diese Entscheidung Bestand hat, wird sie zweifellos eine abschreckende Wirkung auf andere Frauen haben, die über den Missbrauch durch mächtige Männer sprechen wollen", heißt es in der Klageschrift. Noch ist nicht sicher, ob die Berufung Erfolg haben wird. Der Verleumdungsprozess war für beide schmerzlich, denn hier wurde sehr Privates in der Öffentlichkeit ausgetragen. Aber es scheint, dass Amber Heard lieber noch einmal so etwas durchmachen möchte als zehn Millionen zu zahlen.

Bild: Nils Jorgensen/INSTARimages.com

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