Gerade einmal 15 Monate hielt die Ehe von Amber Heard (36) und Johnny Depp (59), bevor sich das Hollywood-Traumpaar im Streit trennte. Das ist bereits sechs Jahre her, doch noch immer macht die Verbindung der Schauspielerin ('Aquaman') mit ihrem Kollegen ('Fluch der Karibik') Schlagzeilen.

Kein Interesse an großem Zahltag

Bei ihrem gerade zu Ambers Ungunsten entschiedenen Verleumdungsprozess der beiden Parteien waren keinerlei Informationen über die Abfindung zugelassen, die Johnny seiner Ex nach der Scheidung zahlte. Mittlerweile sind jedoch unzählige Dokumente freigegeben worden, die im Laufe der Verhandlung noch unter Verschluss waren. Daraus geht auch hervor, dass Amber es abgelehnt hatte, nach der Trennung auf eine höhere Abfindung zu pochen. So soll ihre Rechtsvertretung darauf hingewiesen haben, dass ihr die Hälfte von Johnnys Gage für den vierten Teil von 'Fluch der Karibik' zustünde. Der Schauspieler kassierte satte 33 Millionen Dollar für seine Darstellung von Captain Jack Sparrow.

Amber Heard ging es nicht ums Geld

Doch Amber Heard war eindeutig nicht an einem Zahltag interessiert. Sie schrieb an ihre Anwält*innen, dass sie "Wort halten wird, es geht hier nicht um Geld". Man einigte sich schließlich auf eine Zahlung von sieben Millionen Dollar. Hätte die Schauspielerin doch bloß mehr Geld verlangt — denn jetzt ist sie in finanziellen Schwierigkeiten. Sie muss ihrem Ex zehn Millionen zahlen, denn im Verleumdungsprozess wurde entschieden, dass sie ihn mit einem Essay, in dem sie geschrieben hatte, sie sei in Opfer häuslicher Gewalt, verleumdet habe.

Ganz unschuldig ist Johnny Depp allerdings auch nicht, befanden die Geschworenen. Auch er wurde zu einer Zahlung von zwei Millionen Dollar verdonnert. Nachdem ihr Versuch scheiterte, einen Fehlprozess anzustreben, hat Amber Heard mittlerweile Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Bild: Nils Jorgensen/INSTARimages.com