Die BAFTA-Organisatoren distanzieren sich von den Geschehnissen bei den Oscars.
Bei der Hollywood-Preisverleihung kam es zum Skandal, als Will Smith auf die Bühne stürmte, um Chris Rock eine schallende Ohrfeige zu verpassen. Grund dafür war ein Scherz des Comedians, in dem er sich über die Glatze von Wills Frau Jada Pinkett Smith lustig gemacht hatte. Der Schauspieler fand das gar nicht lustig, denn Jada leidet an der seltenen Krankheit Alopecia, wegen der ihr die Haare ausfallen. Neben seiner körperlichen Attacke richtete Will außerdem heftige Schimpfwörter an Chris Rock. Trotzdem wurde er nur wenig später als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in ‚King Richard‘ ausgezeichnet und auf der Bühne mit Standing Ovations gefeiert. Mittlerweile hat die Oscar-Akademie eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet, doch viele Kritiker sind sich einig, dass die Veranstalter mehr hätten unternehmen müssen.

Das sehen auch die Verantwortlichen der British Academy of Film and Television Arts (BAFTAs) so. Vize-Vorsitzende Sara Putt betont, dass die BAFTAs kurzen Prozess mit Will Smith gemacht hätten. „[Stars, die Gewalt anwenden] würden von der Zeremonie entfernt werden. Sie würden nicht im Gebäude sein, so dass sie körperlich nicht dazu in der Lage wären, ihren Award einzusammeln.“ Dem schließt sich Award-Direktorin Emma Baehr an: „Wir tolerieren keine Gewalt irgendeiner Form.“ Übrigens wurde Will Smith Mitte des Monats auch bei den BAFTAs als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, allerdings war er nicht persönlich vor Ort, um den Preis entgegenzunehmen.

©Bilder:BANG Media International – Will Smith slaps Chris Rock at the Oscars 2022 – Getty