Nicht nur Rockstars haben Groupies – die eher als harmlos betrachtete Schlagerwelt kann da gut mithalten, wenn man den Worten von Bernhard Brink (69) glauben darf.

Flucht vor bösem Papa

Der Sänger ('Ich wär' so gern wie du') berichtet in seiner Autobiografie 'Alles außer Tanzen', wie er vor einem erbosten Vater flüchten musste, der glaubte, er hätte seine Tochter verführt. Dabei war es Kollege Jürgen Drew (76) gewesen, der die 18-Jährige von einem Auftrittsort an der Ostsee zum nächsten in den Harz mitgenommen hatte und sie schlicht vergessen hatte. Sein Freund zeigte sich galant, wahrscheinlich auch weil Ehefrau Ute Brink dabei war, und sie brachten das Mädchen wieder nach Hause. Dort angekommen, konnte er das Missverständnis aber nicht aufklären: "Für die an der Tür stehenden Eltern stand fest: Der fiese, aus der 'ZDF-Hitparade‘ bekannte Schlagersänger Bernhard Brink war auch ein fieser Mädchenverführer", heißt es in dem Buch. "Der wütende Vater griff schon nach der Hacke neben der Tür und visierte mein Gesicht an. Da half nur eins: Flucht – ohne Rücksicht auf Blumenbeete und Zierpflanzen."

Bernhard Brink hatte viel Spaß mit Rex Gildo

Auch sein Kumpel Rex Gildo (†63) war ebenfalls kein Kind von Traurigkeit. "Ich habe selten mit einem Menschen so viel gelacht wie mit Rex Gildo – wegen ihm und mit ihm", erzählte Bernhard Brink der 'Frau mit Herz'. "Rex war ein super Kollege und ein ganz lieber Mensch mit sehr viel Humor und ein großer Ästhet." Der aber leider auch des öfteren zu tief ins Glas schaute und so eines Abends bei einem Auftritt seines Freundes auf der Bühne erschien. "Rex war zu betrunken und nahm diverse überzogene Posings ein, bis er auf die Nase fiel und die Performance mit einem weiteren Posing krönte. Er tat so, um den Sturz als beabsichtigt erscheinen zu lassen." Es sieht jedenfalls so aus, als ob Bernhard Brink der Welt mitteilen will, dass nicht nur Rockstars ein ausschweifendes Leben führten – Schlagersänger können gut mithalten.

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