Bono (61) ist absolut "beschämt", wenn er seine Singstimme in den frühen Songs seiner Band U2 hört. Das gestand der Ire in einem Interview, das er 'The Hollywood Reporter' für deren 'Awards Chatter'-Podcast gab.

Bono kann die alten Songs nicht mehr hören

Der Star erinnert sich an einen dieser peinlichen Momente: "Ich saß im Auto, als einer unser Songs im Radio lief und ich wurde scharlachrot, wie wir in Dublin sagen. Es ist mir einfach so peinlich", stöhnte der Sänger. Seine Band brachte es mit Hits wie 'Sunday Bloody Sunday' zu Weltruhm, doch gerade die frühen Erfolge, wie sie U2 1980 mit ihrem Debütalbum 'Boy' feierten, sind heute gar nicht mehr so großartig in Bonos Augen. Zwar bestand das Album aus "einmaligem Originalmaterial", aber im Detail haperte es dann doch etwas. "Ich höre das heute und denke 'Oh Gott!'" gestand Bono.

Irischer Macho mit Identitätskrise

Zwar sei er stolz auf den "unglaublichen Sound", den U2 damals schufen, aber seine stimmliche Leistungen sieht er heute kritisch: "Ich finde die Stimme sehr merkwürdig und nicht macho. Und das belastete den irischen Macho in mir."

Erst in späteren Jahren sei er zu einem echten Sänger gereift, erklärt Bono heute. Das liege auch daran, dass seine Band von Musiktheorie keine Ahnung hatte, als sie 1976 in Dublin zusammenkam. "Ich sang außerhalb meines Körpers, weil ich über das Singen nicht nachdachte. Das ist das Problem: Wir wussten nicht viel über Musik. Wir haben es einfach entwickelt. Wenn du an diesem Punkt nichts über Musiktheorie weißt, schreibst du deine eigene", sagte Bono über die Anfänge von U2.

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