Tennislegende Boris Becker (54) kann aufatmen, denn drei Wochen, nachdem er in London nach seiner Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung verurteilt wurde, konnte er das berüchtigte Gefängnis in Wandsworth verlassen. Ein freier Mann ist er zwar noch nicht, aber in Her Majesty’s Prison Huntercombe im malerischen Oxfordshire sollte Boris sich etwas wohler fühlen. Der Umzug wurde von Beckers Anwalt Oliver Moser auf Nachfrage von RTL bestätigt.

Boris Beckers tiefer Absturz

Nach dem Urteilsspruch kam zunächst der Schock, denn Wandsworth gilt als eines der härtesten Gefängnisse Großbritanniens. Hier war der Sportstar umringt von Mördern, Drogendealern und Sexualstraftätern. Vom Kategorie-B-Knast durfte er jetzt umziehen in ein Gefängnis der milderen Kategorie C. In Huntercombe befinden sich vor allem ausländische Straftäter, die zwischen drei und 30 Monaten abzusitzen haben, der Schwerpunkt liegt auf Resozialisierung. Die rund 400 Häftlinge können arbeiten und sich weiterbilden.

Sicherer als in Wandsworth

'Bild' sprach mit Boris‘ Anwalt: "Ja, es ist richtig, dass Boris Becker heute verlegt wurde in das Huntercombe-Gefängnis. Ein Gefängnis der Kategorie C, das bedeutet, dort herrscht eine niedrige Sicherheitsstufe", sagte Oliver Moser über den Wechsel in die Haftanstalt nahe Henley-on-Thames, etwa 140 km von London entfernt. Viele seiner Mitinsassen könnten wegen ihrer ausländischen Herkunft auch abgeschoben werden. Ein Wechsel ins deutsche Justizsystem wäre Boris zwar nur recht, aber da er seit Jahren seinen offiziellen Wohnsitz in London hat, stehen die Chancen für ihn wohl nicht allzu gut. Und wie geht es dem einst gefeierten Superstar jetzt? Gegenüber RTL sagte Anwalt Moser kürzlich: "Nach allem, was ich weiß, geht es ihm den Umständen entsprechend gut – sicherlich nicht blendend." Boris Becker wird also wohl weiterhin die Zähne zusammenbeißen und seine Strafe absitzen müssen.

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