Was immer auf ihn zukommen wird, wenn er am 21. März in London vor Gericht steht, Boris Becker (54) blickt der Entwicklung einigermaßen gelassen entgegen. Der ehemalige Tennis-Profi soll sich wegen angeblich mangelnder Kooperation in einem Insolvenzverfahren verantworten. Das ist keine Kleinigkeit: Sollte er in allen Anklagepunkten für schuldig befunden werden, droht ihm Gefängnis. Bis zu sieben Jahren.

Für Mama ist gesorgt

Es gehört schon einiges dazu, angesichts möglicher Entwicklungen ruhig zu bleiben, doch der einstige Weltranglistenerste hat Unterstützung, weiß seine Familie hinter sich. Mit seinen Ex-Frauen Lilly und Barbara Becker versteht er sich gut, auch seine Freundin Lilian de Carvalho Monteiro hält zu ihm. Eine Sorge bleibt Boris Becker zudem schon mal erspart. "Um mein Insolvenzverfahren zu beenden, muss das Haus in Leimen verkauft werden. Wir trafen zum Glück vor vielen Jahren eine Sonderregelung für meine Mutter. Sie darf, unabhängig vom Besitzer, lebenslang wohnen bleiben", verriet er 'Bild'.

Boris Becker setzt auf Selbstironie

Von seinen Ex-Frauen schwärmte der gebürtige Leimener im Gespräch in höchsten Tönen, ihr Verhältnis sei entspannt. "Beide sind tolle Frauen, sie haben mir viel gegeben. Wir haben wunderbare Söhne zusammen." Durch den anstehenden Prozess will er sich nicht die Freude am Leben nehmen lassen. "Ich finde es wichtig, sich selbst und andere nicht zu ernst zu nehmen. Lachen und Selbstironie machen das Leben leichter", betonte er und fügte hinzu: "Es gibt aktuell schlimmere Katastrophen auf der Welt als meinen Kontostand."

Über Einzelheiten im Gerichtsverfahren dürfe er nicht sprechen, sagte er gegenüber 'Bild am Sonntag'. Eines bittet sich Boris Becker jedoch aus: "Auch bei mir muss die Unschuldsvermutung gelten."

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