Boris Becker (54) und Lilly Becker (44) haben sich nach ihrer Trennung 2018 eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Umso erstaunlicher, dass der Reality-Star dem Sportler nun alles Gute für seine Gerichtsverhandlung wünscht.

Bis zu sieben Jahre Haft

Es geht aber auch um viel in dem Prozess in London, der am Montag (21.März) begann. Dem dreifachen Wimbledon-Gewinner wird vorgeworfen, 2017 bei seinem Insolvenzverfahren Geld unterschlagen zu haben. Er hatte sich zahlungsunfähig erklärt, aber nun beschuldigt man ihn, Werte in Millionenhöhe auf verschiedene Konten überwiesen zu haben. Sollte er für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft. Seine Noch-Frau, die mit ihm den 12-jährigen Amadeus erzieht, sieht dies mit Sorge, wie sie 'Bild' berichtete: "Es ist schwer, den Vater meines Sohnes in einer solchen Situation zu sehen. Ich blicke mit einem unwohlen Gefühl auf den Prozessbeginn." Die Holländerin hofft trotzdem auf einen guten Ausgang des Prozesses: "Ich wünsche ihm, dass alles aufgeklärt wird und am Ende ein gerechtes Urteil gesprochen wird."


Auch Boris Becker muss anstehen

Derweil marschierte Boris Becker mit seiner neuen Freundin Lilian de Carvalho zum Gericht in Südlondon – um anzustehen. Der Star wurde nicht etwa durch einen Hintereingang in das Gerichtsgebäude gelotst, sondern musste zunächst wie alle anderen auch, die in den Southwark Crown Court wollten, sich für längere Zeit in eine Schlange stellen – schlecht für ihn, toll für die Paparazzi.

Das ist aber nur der Beginn der ungemütlichen Zeit, denn die drei Wochen werden genutzt, um 20 Vorfälle von Unterschlagung zu bearbeiten. Richterin Deborah Taylor muss dann das Urteil fällen, ob der Deutsche tatsächlich illegal handelte und unter anderem Geld auf die Konten seiner Ex-Frauen Barbara und Lilly Becker überwies, wie der 'Evening Standard' berichtete. Keine schönen Zeiten für Boris Becker.



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