Nach seinem Gerichtsprozess hängt Boris Becker (54) die Urteilsverkündung, die für das Ende des Monats erwartet wird, wie ein Damoklesschwert über dem Kopf. Da ihm im schlimmsten Fall eine Haftstrafe droht, sicher keine einfache Wartezeit. Jetzt meldete sich ein prominenter Unterstützer zu Wort.

Thomas Gottschalk rät zu Milde

Entertainer Thomas Gottschalk (71) ist der Meinung, dass es mit der Vorverurteilung des Leimeners etwas übertrieben wird zurzeit. "Boris hat keine verarmten Omas abgezockt", erklärte der Showman im Hinblick auf Beckers nicht ganz astreine Insolvenz gegenüber 'Bild'. "Sondern im schlimmsten Falle sind ein paar reiche Geldgeber etwas ärmer geworden, die sich mit dem Ruhm des Tennisidols schmücken wollten und das war offensichtlich eine Fehlinvestition. Mein Mitleid mit denen hält sich in Grenzen."

Gottschalk gab zu, dass Boris abseits des Tennisplatzes allerhand falsch gemacht hat: "Während wir in der Schule gelernt haben, dass man nichts ausgeben kann, was man nicht besitzt, hat Klein-Boris Tennisbälle übers Netz gedroschen. In Bezug auf Kohle und Frauen hat er mehr Fehler gemacht als auf dem Tennisplatz."

Eine Ex betet für Boris Becker

Den öffentlichen Umgang mit Boris‘ Lebensgeschichte sieht Gottschalk kritisch: "In meinen Augen war Boris ein Athlet, der sportliche Hochleistungen vollbracht und dafür in seinem Leben einen hohen Preis gezahlt hat. Das Publikum hat zuerst seine Erfolge beklatscht und berauscht sich jetzt an seinem Niedergang."

Auch aus Boris‘ direktem Umfeld kommt Unterstützung. Lily Becker (45), die von Boris getrennt, aber noch nicht geschieden ist zitierte auf Instagram die Bibel: "Der Herr ist Dein Hirte …" heißt es in Psalm 23, und Lily fügt noch hinzu: "Trotz allem, was privat passiert, werde ich immer für dich beten!" Das Urteil über Boris Becker und seine vergessenen und abgezweigten Vermögenswerte fällt am Ende nur das Gericht – es wird am 29. April erwartet.

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