Ob bei 'Germany’s Next Topmodel' oder neben Dieter Bohlen auf der Suche nach dem 'Supertalent': Kaum einer kann Jury so empathisch und fair wie Bruce Darnell (64). Das Model, das zum Entertainer und Choreographen wurde, wickelt mit seiner warmherzigen das TV-Publikum um den Finger. Dass er mit seinen Mitmenschen so respektvoll umgeht, hat wohl auch mit Bruces eigener Vergangenheit zu tun.

Bruce Darnell kennt seinen Vater nicht

Wie Bruce jetzt gegenüber dem 'Zeit'-Magazin verriet, kannte er seinen leiblichen Vater nicht, und auch von seiner Mutter bekam er nicht die Nestwärme, die er sich ersehnte: "Als mein Vater starb, klärte meine Mutter mich auf: Ich war ein uneheliches Kind", erklärte der Publikumsliebling. "Sie bezeichnete mich als hässliches Kind, weil ich dunkelhäutiger als meine anderen Geschwister war. Sie hatte mich geschlagen, als ich jünger war. Meine dunklere Haut wurde damals oft kommentiert, im Bekanntenkreis, in der Schule. Damals gab es wenig Bewusstsein dafür, wie verletzend solche Bemerkungen sein können." Er sei stets schlechter behandelt worden als seine neun Geschwister, wohl "weil ich sie immer an diese Affäre erinnerte. Und mein Vater ignorierte mich wohl weitgehend, weil er wusste, dass ich nicht von ihm war".

Positiver Blick nach vorn

"Bis heute kenne ich den Namen meines leiblichen Vaters nicht. Ich habe auch keinen Kontakt mehr zu meiner Familie, abgesehen von sporadischen Telefonaten mit einer Schwester, die heute in Texas lebt", berichtete Bruce, der nicht einmal sicher ist, ob ihn das Erlebte heute noch traurig macht: "Ich weiß es nicht. Ich sehe das Leben als vorbestimmt an und versuche, mich nicht auf die negativen Aspekte in meiner Vergangenheit zu konzentrieren, sondern einen positiven Weg zu gehen." Bevor er Model wurde, war er Fallschirmjäger bei der US-Army. Statt zurück blickt der sympathische Star lieber nach vorn: "Ich hab gerade angefangen mit Instagram", erzählte Bruce Darnell stolz bei einem Charity-Event in London und freut sich, dass er schon über 16.000 Follower hat.

Bild: Henning Kaiser/picture-alliance/Cover Images