Daniel Brühl: Darum hält er nicht mehr an jeder Beziehung fest

Daniel Brühl erklärt, warum er heute nicht mehr an allen Beziehungen festhält. Außerdem verrät er, wie seine Kinder auf seine Rolle als Lord Voldemort reagieren und wie er zu den umstrittenen Ansichten von "Harry Potter"-Autorin J.K. Rowling steht.

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Daniel Brühl kappt mittlerweile auch mal eine Beziehung.
Daniel Brühl kappt mittlerweile auch mal eine Beziehung. Foto: imago/pictureteam / Matthias Gränzdörfer

Daniel Brühl (48) hat mit zunehmendem Alter seine Einstellung zu persönlichen Beziehungen verändert. Der Schauspieler, der ab dem 10. November als Lord Voldemort in einer neuen "Harry Potter"-Hörbuchreihe zu hören ist, sprach in gleich zwei aktuellen Interviews über sein Privatleben, seine Familie und seine Haltung zu Autorin J.K. Rowling.

Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Brühl, dass er früher großen Wert darauf gelegt habe, Menschen zusammenzubringen und ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen. Mittlerweile sehe er das anders. Er trenne seine Beziehungen stärker voneinander und verhalte sich in unterschiedlichen Konstellationen auch unterschiedlich. Dabei zog er selbst einen Vergleich zu seiner neuen Hörbuchrolle: "Vielleicht ist das so was wie Voldemort, der sich aufspaltet."

"Ich habe inzwischen auch schon Beziehungen gekappt", erzählt der Schauspieler. Seine neue Haltung fasste er so zusammen: "Ich muss nicht mehr an allem festhalten." Dieser Prozess gehe mit dem Älterwerden einher und tue ihm gut. Um welche Beziehungen es sich handelt, ließ Brühl offen.

Seine Kinder durften die Voldemort-Stimme testen

Auch seine drei Kinder spielen im Leben des Schauspielers eine wichtige Rolle. In einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) erzählte Brühl, dass er sich besonders darüber freue, endlich an einer Produktion mitzuwirken, die auch sein Nachwuchs erleben könne. Viele seiner bisherigen Filme seien für seine Kinder noch nicht geeignet.

Ob seine Interpretation des gefürchteten Zauberers Lord Voldemort tatsächlich gruselig genug ist, probierte der Schauspieler deshalb gleich zu Hause aus. "Ich habe es an meinen Kindern vorher getestet", berichtete er. Wenn sich die Kinder beim Zuhören kichernd in eine Ecke zurückgezogen hätten oder davongelaufen seien, habe er gewusst, dass er auf dem richtigen Weg sei.

Mit der Welt von "Harry Potter" kam Brühl selbst erst durch die Verfilmungen in Berührung. Als die Bücher erstmals ihren großen Erfolg feierten, fühlte er sich nach eigenen Angaben bereits zu alt dafür. Später entdeckte er die Geschichten gemeinsam mit seinen Kindern neu. Besonders schätzt er, dass die Bücher Werte wie Freundschaft und Toleranz vermitteln und dazu ermutigen, sich den eigenen Ängsten zu stellen.

Klare Haltung zur Kontroverse um J.K. Rowling

Im RND-Interview wurde Brühl auch auf die umstrittenen Äußerungen von "Harry Potter"-Schöpferin J.K. Rowling über trans Menschen angesprochen. Der Schauspieler machte deutlich, dass er ihre Ansichten nicht teilt. Er habe sich dennoch entschieden, an der Hörbuchproduktion mitzuwirken, weil für ihn die Bedeutung der Geschichten überwiege. Die Bücher betrachtet er als bedeutendes Werk der Kinder- und Jugendliteratur.

Privat ist Brühl seit 2016 mit der Psychologin Felicitas Rombold (38) verheiratet, mit der er bereits seit 2010 liiert ist. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder: zwei Söhne im Alter von zehn und sechs Jahren sowie eine zweijährige Tochter. Die Familie lebt abwechselnd in Berlin und Barcelona. Sein Privatleben hält der Schauspieler weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.

(dr/spot)