Stargeiger David Garrett (41) hatte es mit seinen weltweiten Auftritten so übertrieben, dass er gesundheitliche Probleme bekam. Da musste er die Bremse ziehen.

Arbeiten bis zum Limit

Der gebürtige Aachener ist nach wie vor gefragt und spielt vor ausverkauften Häusern. Nur passt er jetzt auf, dass es genug Pausen zwischendurch gibt. Das war nicht immer so. "Mein Motto war lange Zeit: Arbeiten bis zum Limit, feiern bis zum Limit", gestand der Frauenschwarm gegenüber 'Bild'. Aber die vielen Auftritte gingen an die Substanz, er bekam Panikattacken und hatte Herzprobleme. Das ständige Reisen zwischen den unterschiedlichen Zeitzonen musste aufhören. "Es war schon fünf vor zwölf und ich musste mein Tempo komplett herunterfahren. Mein Körper hat mir gesagt, dass es so nicht weitergeht." Das war 2016 und der Star lässt es seitdem ein wenig ruhiger angehen.

David Garrett nutzte die Pandemie für eine Autobiografie

Dann kam die Pandemie und das Leben wurde noch viel ruhiger. Wohl zu ruhig, denn der Musiker beschäftigte sich mit dem Schreiben seiner Autobiografie, um Geschichten aus seinem wilden Leben zu erzählen. "In dem Buch hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit, über Dinge zu reden, die mich nie jemand gefragt hat, die mir aber etwas bedeuten", freute sich der New-York-Fan. Aber das Buch bedeutet nicht, dass er das Musizieren nicht wichtiger nimmt. Auch wenn er immer wieder betont, dass er kein Missionar sei, der Menschen mit seinem Cross-Over-Stil die Klassik ein wenig näher bringen möchte. "Ich versuche einfach etwas qualitativ Schönes und Hochwertiges zu kreieren wobei ich selbst Freude empfinde und wenn das Publikum auch Spaß dran hat, dann habe ich meine Aufgabe als Musiker erfüllt", erklärte David Garrett gegenüber 'tips.at' und er weiß, dass die kommende Tour durch deutschsprachige Länder ihm wieder viel Gelegenheit geben wird.

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